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AKTIONEN | Kanzleramt Berlin | Vorwort

Hilde Ulrichs bei der "Arbeit" am Buß- und Bettag, der erstamls 1995 kein Feiertag mehr war ... da mit der Abschaffung die Pflegeversicherung finanziert wurde

Am ersten Buß- und Bettag, der kein bundesweiter Feiertag mehr war, fand im November 1995 die "1. bundesweite öffentliche Begutachtung eines Schwerstpflegefalles" im SCHNECKENHAUS statt ! Angeführt von Prof. Dr. Rolf Henzler aus Dossenheim kamen Parkinsonkranke aus ganz Deutschland sowie Vertreter von Presse, Rundfunk und Fernsehen zur Nachbegutachtung von Hilde Ulrichs durch eine Ärztin und Fachpflegekraft des Medizinischen Dienstes ins SCHNECKENHAUS im primitivsten Urzustand...
Christliche und soziale Parteien hatten in einem zivilisierten Land beschlossen, daß alle Schwerstpflegefälle neue Anträge für die Aufnahme in die neue Pflegeversicherung stellen mußten. Am 1. Vereinsgeburtstag, dem 1. 9. 1995 wurde die an Multipler System Atrophie schwersterkrankte Hilde von einem Neurologen mit 30 Jahren Berufserfahrung begutachtet. Er hatte noch nie einen so schweren Parkinsonfall gesehen ... trotzdem arbeitete er gewissenhaft seinen Fragenkatalog ab und sorgte damit für allerlei Peinlichkeiten und Verletzungen bei einem Menschen, der geistig hellwach war (u.a. versuchte er vergeblich Hilde zum Stehen zu bringen). Obwohl jeder Laie die totale Abhängigkeit und Hilflosigkeit erkennen konnte, kam es zur Ablehnung der höchsten Pflegestufe III.
Hermann schrieb daraufhin einen flammenden Brief an die Krankenkasse, schilderte detailliert die allgemeine Situation von Parkinsonkranken in fortgeschrittenem Krankheitsstadium und den besonderen Fall von Hilde. Er forderte die umgehende Richtigstellung der Entscheidung. Stattdessen gab die Krankenkasse einen neuen 2. Begutachtungstermin bekannt.... genau den Buß- und Bettag 1995 !
Hermann hat diesen Vorgang nicht wegen Hilde öffentlich gemacht (dafür war ihr Pflegebedarf zu eindeutig), sondern vor allem Hilde hat es für viele hilflose Menschen getan, die sich nicht wehren können! Selbstverständlich war die Zweitbegutachtung erfolgreich. Die Begründung für die erste Ablehnung lautete, daß der Mediziner den pflegerischen Aufwand zu wenig beurteilen konnte.
Diese "1. öffentliche" Begutachtung von Hilde hatte politische Auswirkungen bis nach Bonn in die entsprechenden Ausschüsse! Dies führte dazu, daß nicht nur Ärzte, sondern verstärkt auch Pflegefachkräfte für den Medizinischen Dienst begutachten!

Für Hermann stand fest, daß nach diesen Vorkommnissen am Buß- und Bettag 1995, dieser Termin jedes Jahr zur kritischen Bestandsaufnahme der Lebensbedingungen von Schwerstpflegefällen genutzt werden soll.

Was als wichtiger Aktionstermin im SCHNECKENHAUS in Florstadt-Staden in der Wetterau gedacht war und u.a. wg. Bau-, Finanz- und Krankheitsproblemen nie zustande kam ... fand dann 2001 , 2002 und 2003 im und um das Kanzleramt in Berlin statt ! Möglich wurde dies durch die Idee eines Beamten der JVA-Wiesbaden, der unserem freundlich lachenden Vereinssymbol im Sommer 2001 erstmals zu wahrer Größe und "politischer" Durchschlagskraft verholfen hat ... von da an können die Probleme von (Parkinson)kranken nicht mehr übersehen werden !

Beim 1. Flörsheimer-24-Stunden-Lauf zu Gunsten von unserem SCHNECKENHAUS im Mai 2001 kamen unsere Groß-Schnecken erstmals zum Einsatz

ABSENDERANGABEN DES TRÄGERVEREINES:

Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

Trägerverein von:
Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, SCHNECKENHAUS + Patienten-Info-Center unter www.parkinsonweb.com

Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen

Unser Trägerverein ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar sind
Spendenkonto des Trägervereines: 89 263 107 – Volksbank Mittelhessen eG - BLZ: 513 900 00
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