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PATIENTEN-INFO-CENTER | Behandlungsmöglichkeiten |Wiedergenesung |John Coleman

Bild: Michael Kelly (links), Vorsitzender unserer Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung sowie Heide Cuntz und Hermann Terweiden freuen sich am 24. Mai 2007 über den Besuch von John Coleman aus Australien im SCHNECKENHAUS.

John Coleman aus Australien war bei seinem SCHNECKENHAUS-Besuch im Mai 2007 nicht mehr anzusehen, dass er einmal sehr schwer an Parkinson erkrankt war! Er kam mit einem übergrossen, sehr schweren Koffer alleine mit dem Flugzeug bzw. der Bahn an, was eindrucksvoll belegte, dass er auch wieder über große Power verfügt. Er berichtete uns über seinen Genesungsweg und sein jetziges Tagesprogramm:
- morgens 30 Minuten Gymnastik
- morgens und abends je 10 Minuten Meditation
- Einnahme von Vitamin C und Folsäure
- spezielle Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- bei Bedarf nimmt er in größeren Zeitabständen spezielle homöopathische Mittel

An besonders stressigen Tagen spürt John leichte Probleme auf der früher symptombehafteteren Körperseite und ein leichtes Zittern in den Händen!

Bilder: Mittagessen mit John Coleman in Florstadt-Stammheim

John Coleman wurde 1943 in Australien geboren. 1995 wurde bei ihm Parkinson diagnostiziert. Neben Parkinsonsymptomen im Stadium IV wurden bei ihm im August 1995 auch Anfänge von Multipler-System-Atrophie (Parkinsonsonderform, die schwerer verlaufen und schneller fortschreiten kann) festgestellt. Seine Sprache war schon eingeschränkt und er konnte nur noch rd. 5 Meter ohne fremde Hilfe laufen. Für das An- und Ausziehen benötigte er 1 1/2 Stunden! Sehr unzufrieden mit Behandlungsverfahren und Prognose der Schulmedizin, suchte John entschlossen nach anderen Methoden.
John änderte seine Lebenseinstellung und erreichte nach und nach mit Hilfe von Meditation, Homöopathie, ausreichender Wasserzufuhr, Bowen-Therapie, Craniosacral-Therapie, Bachblüten, Lachtherapie, Psychotherapie und spirituelle Methoden, daß er ab April 1998 vollständig symptomfrei wurde. Im Laufe des Genesungsprozesses konnte er auch seine Parkinsonmedikamente wieder absetzen!
John wurde vom Patienten zum Therapeuten. 1998 beendete er seine Ausbildung zum Heilpraktiker am Australian College of Natural Medicine in Melbourne nach 19 Jahren Unterbrechung mit Auszeichnung. Er erwarb das Diplom für Naturheilkunde und erlernte die Bowen Therapie, die Neurostruktur Integrations Technik, erlernte Massagen und eignete sich Wissen über Blüten-Heilmittel (u.a. Bachblüten) an. John ist Mitglied in der "Australien Naturopathic Prytioners Association" (ANPA) und "Bowen Therapists of Victoria" (BTAV), seine Behandlungen werden von einigen Krankenkassen vergütet.
Aus der Erfahrung seines eigenen Genesungsweges heraus hat John ein naturheilkundliches Verfahren entwickelt, dem er den Namen "Return to Stillness" (Zurück zur Stille) gab. Damit behandelt er seit 2000 Menschen mit neurologischen Erkrankungen mit dem Ziel, sie auf ihrem individuellen Weg bis zur vollkommenen Gesundheit zu begleiten. Bisher sind so wie er 4 weitere Parkinsonpatienten völlig symptomfrei geworden. Sein Verfahren zeigt auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie ALS und MS hoffnungsvolle Erfolge

Nachfolgend der Versuch einer Übersetzung vom Englischen ins Deutsche sowie einer Zusammenfassung, ergänzt mit einigen eigenen Sachhinweisen und Erfahrungen, des Behandlungskonzeptes "Return to Stillness" von John Coleman zusammengestellt. Ziel dieses Behandlungsweges ist die Wiedergenesung von Parkinson oder anderen neurologischen Krankheiten wie ALS und MS.
Das Behandlungskonzept von John Coleman bietet eine große Bandbreite und viele Möglichkeiten der individuellen Anpassung. Der Patient entscheidet (in Abstimmung mit seinem Therapeuten) selbst, wann und ob er spezielle Parkinsonmedikamente absetzt. Wichtig ist die Bereitschaft, der Wille und die Ausdauer, sich auf den vorgeschlagenen Behandlungsweg einzulassen sowie seine Einstellung zum Leben und festgefahrene Lebensweisen zu ändern. Jeder kann sofort, zumindest mit Teilbereichen beginnen und sich soweit erforderlich, auf die Suche nach geeigneten Therapeuten für die vorgeschlagenen Behandlungswege machen.

Vorbemerkung
John Coleman hat bei sich selbst und vielen weiteren Menschen mit neurologischen und autoimmunologischen Erkrankungen die Beobachtung gemacht, dass die Stressbewältigung aus dem Gleichgewicht geraten ist oder dass es im Leben zu Traumata kam. die nicht richtig verarbeitet werden konnten. Für sich selbst fand er z.B. viele Belege, dass er während der Schwangerschaft schon im Mutterleib und der anschließenden Kinderzeit vielen extremen Stresssituationen ausgesetzt war. Er begann, die chemischen Prozesse im Körper zu studieren, die bei Stress und Traumata auftreten und deren Langzeitfolgen, wenn diese auf einem abnormalen Niveau im Körper verbleiben. Zwar hat z.B. unser Wissen in den letzten 40.000 Jahren enorm zugenommen, entwicklungsgeschichtlich hat sich der menschliche Körper - seit er aufrecht gehen kann - aber kaum verändert! In unserem Körper laufen bei Stress seitdem immer noch die gleichen Reaktionen ab! Wann immer unser Körper eine Gefahr wahrnimmt oder erahnt, reagiert er sofort und es kommt zu einer "Flucht-/Kampf-Reaktion". Sie ist sehr wirkungsvoll und kann lebensrettend sein. Unsere frühen Vorfahren als Jäger und Sammler konnten solche Situationen z.B. bei der Begegnung mit einem Raubtier besser ausleben, d.h. sie konnten z.B. durch Fluchtbewegung oder Kampf den körperlichen „Alarmzustand“ viel natürlicher „verarbeiten“. Die Gefahren des 20./21. Jahrhunderts sind allerdings sehr viel subtiler und versteckter geworden. Da wir diese nicht mehr so gut auf natürliche Weise abreagieren/verarbeiten können, nehmen u.a. Neurologische und Autoimmun-Erkrankungen immer mehr zu.

Die drei L’s – Liebe, Lachen und Meditation
Mit dem Umsetzen der drei „L’s“ können wir sofort beginnen. Sie sind kostenlos möglich und stellen bei täglicher bewusster Anwendung eine wichtige Grundlage auf dem eigenen Weg der Wiedergenesung dar!

L1 – Liebe
Ist Liebe gut für uns? Wen lieben wir? Unzählige wissenschaftliche Studien belegen, dass wenn man verliebt ist oder in einer liebevollen Beziehung lebt, die Produktion von

- Dopamin – wichtiger Neurotransmitter (Nervenbotenstoff). Steuert die Bewegungen und spielt eine wichtige Rolle im „Belohnungssystem“ unseres Körpers; d.h. bei erfolgreichen Handlungen wird es vermehrt ausgeschüttet..
- Anandamid - mehrfach ungesättigte Fettsäure, die besonders häufig im zentralen Nervensystem vorkommt. Sie
wird vom Körper selbst gebildet.

- Endorphine - regeln Empfindungen wie Schmerz und Hunger, wirken mit bei der Herstellung von Sexualhormon
sowie der Entstehung von Euphorie und anderen heilenden Botenstoffen gefördert wird. Indem wir andere
Personen oder Haustiere lieben oder Schokolade essen, können wir die Produktion dieser Stoffe fördern. Ebenso
wenn wir uns selbst lieb haben.

- Begegne von jetzt an nicht nur Deinem Partner sondern auch Deinen Mitmenschen auf liebevolle Weise. Mache Dir
bewusst, dass es die „letzte“ Begegnung sein könnte!
- Stelle Dich jeden Tag für einige Minuten vor einen Spiegel und schaue Dir in die Augen. Sieh in Dein Innerstes und
sprich laut : „Ich liebe Dich. Du bist wunderbar. Du bist wunderschön. Ich liebe Dich aufrichtig.“
oder z.B. jeden Morgen den Tag mit folgendem Spruch beginnen: „Guten Morgen mein Lieber. Du siehst heute gut aus. Das wird heute ein wunderschöner Tag für Dich.“

L2 – Lachen
Wir wissen, dass uns Lachen gut tut. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass viele chemische Vorgänge in unserem Körper beim Lachen ähnlich ablaufen wie wenn wir uns bewegen! Endorphine (unsere natürlichen Schmerzkiller) und viele Neurotransmitter werden beim Lachen in großen Mengen ausgeschüttet, gleichzeitig werden Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol unterdrückt. Lachen stärkt z.B. auch unser Immunsystem, mindert unser Schmerzempfinden und fördert die Kontrolle über unseren Körper.

- Ganz bewusst täglich negative Eindrücke und Informationen zurückdrängen und sich lieber etwas Witziges ansehen,
hören oder lesen.

- Tägliches Amüsieren über eigene Grimassen vor dem Spiegel, selbst „vorgetäuschtes künstliches“ Lachen ist positiv wirksam
- Kontakte mit Kindern, die das Lachen wie wir Erwachsenen noch nicht verlernt haben oder Lachübungen in der
Gruppe haben positive Effekte auf Körper und Seele.


L3 – Meditation
Indem es gelingt, uns regelmäßig täglich durch eine oder mehrere Meditationsformen für kurze Zeit (z.B. 2 x 10 Minuten) in einen stressfreien Zustand zu versetzen, desto größer sind die Chancen, die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin (einer der chemischen Stoffe, die mit der Entstehung bzw. dem Ausbruch von neurogenerativen oder autoimmunologischen Erkrankungen in Verbindung gebracht werden) zu minimieren. Meditierende haben z.B. eine verbesserte Blutzirkulation, niedrigere Milchsäurewerte (hat z.B. Verringerung von Angst- und Schmerzzuständen zur Folge), eine herabgesetzte Herzfrequenz, ein gestärktes Immunsystem und weisen weniger medizinische Symptome auf.

- Regelmäßiges Spaziergänge an ruhigen und einladenden Orten:Spaziergänge z.B. in Parks, am Meer, an ruhigen
Straßen/Wegen mit schöner Landschaft können dabei helfen, turbulente Emotionen zu beruhigen.

Ist die eigene Fortbewegung nicht mehr möglich bzw. eingeschränkt oder ist kein ruhiger Ort erreichbar sind zusätzlich folgende weiteren Techniken möglich:

- Atemarbeit:
Es gibt eine Vielzahl von Techniken, die Ruhe und Kraft geben. John Coleman überlässt es seinen Patienten, welche
Übung jeder für sich alleine oder gemeinsam in der Gruppe auswählt. Letztlich reicht folgende Übung zwei oder drei
Mal 5 Minuten täglich zum Entspannen und Beruhigen der Gedanken aus: „Betrachte eine wunderschöne Landschaft, ein Bild oder stelle Dir etwas Schönes vor und atme tief und langsam. Atme durch die Nase ein und spüre, wie sich
das Zwerchfell nach unten drückt und sich der Bauchraum mit Luft füllt. Halte den Atem kurzfristig an und atme
danach durch den Mund wieder langsam aus.

- Kontemplation (lat. contemplare = „anschauen, betrachten“): Durch eine kontemplative Sitzung wird ein besonderer Empfindungszustand oder eine Bewusstseinserweiterung
angestrebt. Eine kontemplative Haltung ist von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit auf einen Gedanken bestimmt
und unterscheidet sich von der Meditation durch die dort angestrebte vollkommene Leere des Geistes.

- An einem angenehmen ruhigen Platz, unterstützt mit entspannender Musik, im Sitzen oder Liegen bei geschlossenen
Augen sich z.B. schöne Landschaften, Blumen oder Bäume vorstellen und die Musik einwirken lassen.

- Meditation (lat. meditatio = „das Nachdenken über“ bzw. medius = „die Mitte“): John Colemann empfiehlt sich unter den vielen verschiedenen Meditationsformen eine auszusuchen, die den
eigenen Bedürfnissen entspricht und wenn gewünscht bzw. erforderlich, diese mit einem Therapeuten oder einer
Gruppe auszuführen, bei dem/der man sich wohlfühlt. Durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübungen soll
sich der Geist beruhigen und sammeln. Ziel sind Stille oder innere Leere, ein Zustand frei von Gedanken, oft
verbunden mit einem Gefühl von Eins-Sein.

- Eine gute Möglichkeit für ein Kennenlernen der Meditationswirkung ist eine geführte Meditation. Der Leiter führt eine
Gruppe mit beruhigenden und entspannenden Wort- und Bildvorgaben und geht auf die Bedürfnisse einzelner
Teilnehmer ein.

- Gebet (abgeleitet von dem deutschen Substantiv „bitten“): Das Gebet ist ein Gespräch mit einem übergeordneten Wesen (Gott) oder einem Fürsprecher (Engel, Prophet,
Guru). Gebete können genauso kraftvoll für unsere Heilungsbemühungen sein wie z.B. die Meditation – wichtig ist, dass wir davon überzeugt sind und an die Wirkung glauben.

- Jeder Mensch sollte auf seine eigene Art und Weise beten und sich bewusst machen, dass er nur „höhere“ Hilfe erwarten kann, wenn er seine eigenen Möglichkeiten voll ausschöpft und nutzt!

Gesund essen, um gesund zu werden
Unser Körper weist im Wesentlichen immer noch die gleiche Struktur, Funktion und Reaktion wie vor 40.000 Jahren auf. Die ursprüngliche Lebensweise hat sich aber vor allem in den Industrienationen grundlegend geändert. Gleichzeitig haben auch neurologischer Erkrankungen zugenommen!
Deshalb hat John die Ernährungsweise unserer Vorfahren als Jäger/Sammler intensiv recherchiert und versucht, die wichtigsten Erkenntnisse auf die heutige Zeit zu übertragen. Zusätzlich gibt er Hinweise auf krankmachende „Auswüchse“ unserer immer mehr industrialisierten Nahrungsmittelversorgung. Unsere Vorfahren zu Zeiten des Paläolithikums (Alt- bzw. Frühsteinzeit) ernährten sich nicht von einer bestimmten „Diät“. Die Ernährung war vielmehr von Jahreszeiten und natürlichen Nahrungsquellen aus Flüssen, Seen, Wiesen und Wäldern abhängig. und schon wegen der regionalen Gegebenheiten sehr unterschiedlich. Es ist anzunehmen, dass damals die Menschen sich von einer größeren Anzahl verschiedener Tier- und Pflanzenarten ernährten als heute. Diese Vielfalt hat wahrscheinlich zu einer vermehrten Aufnahme von Vitaminen, Mineralien und anderen Nahrungsbestandteilen (z.B. Antioxidantien bzw. Radikalenfänger = Schutzstoffe, die Reaktionen empfindlicher Stoffe mit Sauerstoff verhindern sollen) geführt, die für die Gesundheit wichtig sind. Zudem gehen Ernährungswissenschaftler davon aus, dass zu „Urzeiten“ im Vergleich zu heute, die Menschen Nahrung mit einem wesentlich höheren Proteingehalt (Fleisch, Innereien) zu sich nahmen. Die damaligen Proteinlieferanten waren neben Fischen, Muscheln, Krebsen, Insekten usw. vor allem Wildtiere. Dadurch war für die Menschen im Paläolithikum eine Ernährung mit wenig gesättigten Fettsäuren, einem hohen Omega 3 Fettsäuregehalt und einem bedeutenden Ausmaß an Vitamin C gegeben! Heutzutage ist dies durch die Art der Massentierhaltung komplett umgekehrt! Einige Experten gehen auch davon aus, dass die Fettaufnahme unserer Vorfahren auch sehr hoch war, vielleicht sogar höher als heute. Auch hierbei muss berücksichtigt werden, dass die Fettzusammensetzung damals gesünder war, d.h. der Anteil an ungesättigten Fettsäuren war höher.
· gesättigte Fettsäuren z. B. in Butter oder Kokosfett.
· einfach ungesättigte Fettsäuren z. B. Olivenöl oder Erdnussöl.
· zweifach ungesättigte Fettsäuren z. B. Linolsäure.
· mehrfach ungesättigte Fettsäuren z. B. Leinöl oder Fischöle.
Zur typischen Ernährung im Paläolithikum gehörten einfache Formen von Blatt- und Wurzelgemüsen, Früchten, Beeren sowie vielleicht einige Grassamen sowie Honig. Es ist davon auszugehen, dass die Aufnahme von natürlichen Nähr- und Ballaststoffen viel höher war als heute. Allerdings lag damals die Salzaufnahme wesentlich niedriger - was sicherlich ein geringeres Risiko der Steinzeitmenschen für Hypertonie (Brluthochdruck) bedeutete! Auch ist davon auszugehen, dass vor 40.000 Jahren, die Menschen sich noch nicht von Getreide(produkten) und Milch (außer während der Stillzeit) ernährten. Denn erst vor ca. 10.000 Jahren begann man mit Viehwirtschaft oder Getreideanbau!
Bei Indianern am Amazonas oder den australischen Aborigines waren bis zur Einführung westlicher Ernährungsweisen Herzerkrankungen, Krebs, Übergewicht, Diabetes, Osteoporose und rheumatoide Arthritis nicht bekannt oder sehr selten.

John Coleman hat bei sich und anderen festgestellt, dass für den Weg zur Wiedergenesung und Gesundheitserhaltung von Parkinson und weiteren neurologischen Erkrankungen eine grundlegende Ernährungsumstellung ein wichtiger Beitrag ist. Trotzdem empfiehlt er keine „starre“ Diät sondern plädiert für eine individuelle Anpassung! Nachfolgend einige seiner Vorschläge:

Allgemeine Ernährungsempfehlungen:

- keine radikale Umstellung – lieber sanft und geduldig.
- auf gute Verdauung achten (genügend Flüssigkeit, Bewegung, mehr Ballaststoffe)

- von Zeit zu Zeit (z.B. alle 14 Tage) kann durchaus ein „Verwöhntag“ eingelegt werden, an dem man auch einmal „sündigen“ darf
Gesunde Ernährung bzw. die besten Lebensmittel:
Die folgenden Lebensmittel versorgen den Körper mit allen Nährstoffen, die der Körper für die Verarbeitung von Proteinen und Glykoproteinen benötigt und die für die Heilung eine wichtige Voraussetzung sind. Deshalb sollte versucht werden, so viel wie möglich davon in die Haupt- und Zwischenmahlzeiten aufzunehmen!

- alle frische Gemüse (empfohlene Menge pro Mahlzeit mindestens 70 % / am besten roh oder gedünstet, akzeptabel
ist auch in der Pfanne gebraten).

- frische Früchte mit hohem Ballaststoff- und niedrigem Zuckeranteil wie (Grany Smith) Äpfel, Aprikosen, Avocados,
Feigen, Feigen, Limetten, Marillen, Pfirsiche, Tomaten unf Zitronen.

- (Tiefsee)fisch mindestens dreimal die Woche am besten gedünstet, akzeptabel ist auch gebacken oder gegrillt.

- Eier (wenn möglich biologische Freilandeier), bedenkenlos mehrmals die Woche, zur hochwertigen
Proteinversorgung, gekocht, pochiert, als Rührei (Eierspeise), mit ein wenig Olivenöl oder Traubenkernöl gebraten.

- frische ganze Nüsse (keine Erd- oder Cashewnüsse) und Samen, wie z.B. Kürbiskerne, Sesamsamen,
Sonnenblumenkerne etc.

- Leinöl – immer im Kühlschrank aufbewahren und kalt (für Salatdressing, für Fruchtmixgetränke, etc.) verwenden: nicht erhitzen!

- Frische Säfte aus biologischem Anbau sind reich an Enzymen und versorgen unseren Körper mit Nährstoffen, die
leicht aufzunehmen sind.

- Kräuter: so viel wie möglich Küchenkräuter zur Geschmacksverbesserung an Gemüse oder andere Nahrungsmittel
hinzugeben.

- Tee wie z. B. Löwenzahn, Pfefferminze, Hagebutte etc.

- Heilmittel – die von einem qualifizierten Heilpraktiker oder Naturheilkundigen verschrieben wurden.
Vegetarische, vegane, makrobiotische oder ähnliche Diäten:

- können alle den Weg zur Gesundheit fördern - wenn der Stress für Planung, Beschaffung, Vor-/Zubereitung und
Durchhalten von Diätessen nicht zu groß wird!

Essen zweiter Wahl:
Die folgenden aufgelisteten Nahrungsmittel werden beeinflussen die Gesundheit nicht nachteilig beeinflussen. Sie weisen mehr Energie- als Nährwert auf. Sie sind als Zwischenmahlzeit geeignet, wenn Lebensmittel mit besserer Qualität nicht zur Verfügung stehen.

- Früchte mit hohem Fruktosewert (besonders gedörrtes Obst) sollten vermieden werden. Besonders wenn Verdacht
auf ein Pilzproblem wie z.B. Candida besteht.

- geringe Mengen mageres junges Fleisch wie Lamm, Kalb oder Wild können gelegentlich gegessen werden. Jedoch
ist biologisches Essen immer besser!

- Milchersatz: Hafer-, Reis- und Sojamilchprodukte können anstatt der Milchprodukte sparsam verwendet werden.

- Vollkorngetreide sollte abwechslungsreich und in kleinen Mengen verwendet.Weizen sollte weggelassen und mit
Vollkorn wie Quinoa, Hirse, Buchweizen, Vollkornreis, Dinkel, Roggen, Hafer und Gerste ersetzt werden.

- Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen, Erbsen (z.B. Kichererbsen) sollten in kleinen Mengen gegessen werden, um die
Nahrung mit Ballaststoffen, Proteinen und Kohlenhydraten abwechslungsreich zu gestalten. Hülsenfrüchte sind
schwer verdaulich und können folglich Blähungen verursachen.

- Honig, Sirup und reiner Ahornsirup sind gute Zuckerersatzstoffe.

- Öle: Bei großer Hitze sollte man beim Kochen Traubenkernöl und bei mittlerer Hitze Olivenöl verwenden.

Das schlechteste Essen:
Eliminiere stimulierende Toxine (Giftstoffe) – sie sind hoch neurotoxisch. Es handelt sich um chemische Stoffe, die dem Essen beigemengt werden und unter einer Vielzahl von Namen versteckt sind … Mononatriumglutamat, hydrolisiertes Gemüseprotein, Aspartam (Süßstoff), „natürliche Aromastoffe“, Gewürze, Hefeextrakt, strukturiertes Protein, Sojaproteinextrakt und andere. Alle verarbeiteten Nahrunsmittel beinhalten eines oder mehrere dieser Toxine. Selbst manchen der „guten“ Nahrungsmittelmarken wurden besagte chemische Stoffe beigemengt. „Diät-Essen“ und „Diätgetränke“ sind in dieser Hinsicht besonders schlecht, da sie normalerweise Aspartam beinhalten. DESHALB IMMER DIE PRODUKTKENNZEICHNUNG BEACHTEN!. Die folgenden aufgelisteten Nahrungsmittel habe sehr wenig Nährstoffgehalt und/oder eine vorwiegend schädliche Wirkung. Sie sollten nur gelegentlich gegessen werden:

- alle Milchrodukte (z.B. Milch, Käse, Butter, Sahne, Joghurt), die aus der Massentierhaltung von Kühen, Schafen etc.
stammen, hemmen die Aufnahme durch den Darm, verringern die Kalziumaufnahme und können ein Ungleichgewicht
in der Darmfunktion und dem Lymphsystem verursachen!

- Fertigprodukte wie Margarine und verarbeitete Fleischsorten wie Schinken, Speck und Leberkäse, Essen aus
Dosen und verpacktes Essen sollten generell gemieden werden.

- Nahrungsmittel mit Zusatzstoffen (wie z.B. chemische Konservierungsstoffe, Farb- und Geschmacksstoffe
einschliesslich künstlicher Süssstoff) sind neurotoxisch (nervenschädigend)!

- Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke.

- das meiste Getreide – besonders Weizen und raffinierte Getreideprodukte, wie Brot, Nudeln, Kekse, etc. Die Lektine (komplexe Proteine/Glykoproteine) des Getreides verhindern die Absorption (Aufnahme) im Darm,
behindern die Darmpermeabilität (Darmdurchlässigkeit) und verursachen dadurch Funktionsströrungen im
Verdauungstrakt.

- gesättigte Fette einschliesslich Milchprodukten, Kokosnussprodukten, rotem Fleisch und Huhn.

- Erdnüsse und Cashewkerne können bei bestimmten Personen Reaktionen hervorrufen und Probleme im
Verdauungsbereich verursachen (durch Schimmel)

- Fleisch von alten oder kranken Tieren sowie altes Gemüse.

- raffiniertes Essen einschliesslich des raffinierten Zuckers. Ersatz durch natürlichen Zucker (Stefia) möglich.

- sehr stark gewürztes Essen (z.B. mit Curry), da es die Verdauungsfunktion behindern kann durch Verringerung der
Aktivität der Zotten und der Peristaltik (Darmauf- und -abgabe)!

Nahrungsergänzungsmittel:
Konservative Therapeuten behaupten, dass wir alle benötigten Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aus einer ausgeglichenen Ernährung beziehen können. Aus klinischer Erfahrung und aufgrund gründlicher wissenschaftlicher Studien vertreten andere den Standpunkt, dass Nahrungsergänzungsmittel notwendig sind. Die Überwirtschaftung der Ackerböden, der übermäßige Gebrauch von Düngemitteln, der folgenreiche Einsatz von Herbiziden und Insektiziden und der Anbau von Monokulturen haben u.a. dazu geführt, den Pflanzen die eigenen Nährstoffe zu entziehen und damit den Nährwert unserer Lebensmittel zu mindern. Zusätzlich werden bei der Massentierhaltung zur Krankheitsabwehr Antibiotika verfüttert und zur Wachstumsförderung Hormone verabreicht – was unsere Nahrung mit toxischen Stoffen belastet. Auch John Coleman rät zur Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, sofern sie nicht ohnehin schon verwendet werden. Dämpft aber vor zu hohen Erwartungen, da z.B. nicht jeder seiner Klienten die finanziellen Möglichkeiten für die regelmäßige Anwendung hat. Seine Vorschläge basieren auf neuesten wissenschaftlichen Forschungen bezüglich des „Gehirn-/Verdauungssystems“, die bei weiteren Erkrankungen wie z.B. Bluthochdruck, Arthritis, Diabetes, Geschwüren oder Durchblutungsstörungen weiter individuell angepasst werden müssen! Die angeführten Nahrungsergänzungsmittel sind eine persönliche Empfehlung von John Coleman die keineswegs für jeden Einzelnen vollständig oder passend sind. Die genannten Dosierungen stellen die minimal empfohlenen Tagesmengen dar; diese müssen ebenfalls individuell angepasst werden. John Coleman weist ausdrücklich darauf hin, dass sehr viele fähige Therapeuten gibt, die erfolgreich Nahrungsergänzungsmittel mit anderer Priorität, Dosierung und Kombination verwenden. Wichtig ist auch hier die eigene kritische Prüfung und Abwägung.
- Vitamin C – 2000 mg zwei mal täglich (insgesamt 4000 mg), Ascorbin und Bioflavonoide gemischt, Tabletten oder Pulver ohne Geschmack. Wichtiger „Radikalenfänger“!
- Folsäure – 500 ug (Mikrogramm) bis 5 mg pro Tag. Schützt die Nervenzellen und baut Homocystein ab (Homocystein = Zwischenprodukt des Ein-Kohlenstofftransfers. Erhöhte Blutwerte von Homocystein können
Blutgefäße schädigen und spielen bei Demenzerkrankungen eine Rolle). Einnahme von Folsäure und L-Dopa-
Präparaten kann zu Problemen führen!

- Vitamin B-Komplex – hohe Potenz, eine Tablette täglich. Hilft bei Streß und stabilisiert Stoffwechselvorgänge. Kann auch in Form von Multivitaminpräparaten mit hohem Vitamin B-Gehalt eingenommen werden.

- Magnesium – bis zu 5 Gramm täglich in Pulverform. Verringert Krämpfe, ist gut für das Gehirn und andere Körperfunktionen.

- Selen – 5 ug (Mikrogramm) bis 100 ug pro Tag. Gutes Antioxidantium, dass synergetisch mit Vitamin E arbeitet. Kann in sehr großen Mengen schädlich wirken!

- Zink – 30 mg natürliches Zink täglich. Voraussetzung für viele Enzymfunktionen, andere Stoffwechselfunktionen sowie wichtig für die Prostatagesundheit und die Haut.

- weitere nützliche Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine entsprechend dem Bedarf und der Erschwinglichkeit.

Die folgenden Nahrungsergänzungsmittel setzt John Coleman in seiner Praxis auch ein, sie stehen aber nicht auf seiner Liste der „1. Wahl“:
- Vitamin E - 100 bis 500 mg pro Tag. Gutes Antioxidantium, es unterstützt die Durchblutung. Es arbeitet synergetisch
mit Vitamin C. Vorsicht bei Herzerkrankungen!

- Co Enzym Q10 – 100 mg. Gutes Antioxidantium, das die Durchblutung unterstützt. Fördert die Hirnfunktion, hilft bei Impotenz und reguliert die Temperatur von Händen und Füssen. Allerdings basieren diese Wirkungserfolge auf
Studien mit Mengen von 1.200 bis 1.500 mg pro Tag!

- Traubenkernextrakt – Menge von ca. 1 mg Proanthocyanidine pro kg Körpergewicht täglich bei Einnahme von synthetischer Zubereitung sonst ca. 2 mg pro kg Körpergewicht. Gutes Antioxidantium und gut für das Nervensystem.

Verbesserung der Wasserversorgung
Der Wassergehalt beim erwachsenen Menschen beträgt ca. 63 % und hat für unser Leben eine zentrale Bedeutung. Beim Verdauungsvorgang werden Nährstoffe im Wasser des Körpers gelöst. Durch die Körperflüssigkeit (Blut) werden den Körperzellen die gelösten Stoffe und Sauerstoff zur Verarbeitung zugeführt. Der Weitertransport der in den Zellen erzeugten chemischen Stoffe (z.B. Hormone) in die Zielorgane und der Abtransport der Schad- und Abfallstoffe über Kot und Urin funktioniert nur mit ausreichender Beteiligung von Wasser. Wasser reguliert z.B. auch die Körpertemperatur.
Bei einem erwachsenen Menschen liegt der durchschnittliche Tagesbedarf an "Wasser" bei etwa 40 Gramm pro kg Körpergewicht.

Der Wasserbedarf eines Menschen der:
50 kg wiegt beträgt 2,0 Liter pro Tag.
60 kg wiegt beträgt 2,4 Liter pro Tag.
70 kg wiegt beträgt 2,8 Liter pro Tag.
80 kg wiegt beträgt 3,2 Liter pro Tag.
90 kg wiegt beträgt 3,6 Liter pro Tag.
Wassermangel im Körper bewirkt eine Konzentration von Giftstoffen in der Körperflüssigkeit. Die Stoffwechsel Endprodukte können nicht aus den Körperzellen transportiert werden. Der Körper vergiftet sich. Deshalb müssen bei starkem Wasserverlust z.B. durch übermäßiges Schwitzen oder starken Durchfall entsprechende Flüssigkeits- und Mineralstoffmengen möglichst schnell wieder ausgeglichen werden. Auch bei den oben beschriebenen stressbedingten „Flucht-/Kampf-Reaktionen“, die bis auf Zellebene komplexe chemische Reaktionen mit dem Ziel, z.B. die Hormonproduktion wieder auszugleichen zur Folge haben, ändert sich kurzfristig grundlegend die Wasserversorgung in unserem Körper. Bereiche/Organe wie Herz, Lunge und Muskeln werden dann mit Flüssigkeit mehrversorgt, bei anderen führt dies zu einem Mangel. Je weniger es uns gelingt, „Flucht-/Kampf-Reaktionen“-auslösenden Lebenssituationen mit einer heftigen körperlichen Handlung zu begegnen, umso mehr bleibt es auch bei einer schleichend krankmachenden Umverteilung unserer Wasserversorgung bis auf Zellebene. Die Zellen, die für die Herstellung von Neurotransmittern, Hormonen und Enzymen zuständig sind, verlieren mehr und mehr ihre Leistungsfähigkeit. - Einhaltung des durchschnittlichen Tagesbedarfs an "Wasser" bezogen auf das
Körpergewicht (siehe oben). Möglichst gleichmäßig in kleineren Mengen über den
Tag verteilt am besten in Form von reinem Wasser (wenn möglich ohne
Kohlensäure, Fluor und Chlor).


- Zur intensiveren und direkten Verbesserung der Wasserversorgung auf Zellebene setzt John in Australien
homöophatische Mittel ein. Diese unterscheiden sich für Frauen und Männer und sind morgens
und abends in einer Menge von je 5 Tropfen einzunehmen. Dieses Zusatzmittel ist im Moment nur von Australien
aus lieferbar über die Homepage von John Coleman: www.returntostillness.com.au oder über
www.wildmedicine.com.au bestellbar.

Ergänzende Therapien:

Bowen Therapie
Die Bowen-Therapie kommt „zufälligerweise“ auch aus Australien und ist nach Thomas A. Bowen benannt, der von 1916 – 1982 in Geelong nahe Melbourne lebte. Die sehr sanfte Therapie setzt am Muskel- und Bindegewebe an. Je nach Beschwerden wird mit unterschiedlichen Griffkombinationen unterbrochen von kurzen Pausen zum Nachwirken mit leichtem Druck auf die oberen Gewebeschichten behandelt. Einsatzgebiete sind Ischias- und Rückenbeschwerden, Verstauchungen, Schmerzzustände usw.. Aber auch bei Migräne sowie Stress- und Spannungsbeschwerden wird die Bowen Therapie erfolgreich angewandt. John Coleman hat bei sich selbst und anderen die Erfahrung gemacht, dass durch die Behandlungsimpulse der Bowen-Therapie auch der Genesungsprozess bei neurologisch Erkrankten gefördert werden kann.

Eine wöchentliche bis 14-tägige einstündige Bowen Therapie ist bei neurologischen Erkrankungen wie Parkinson ratsam. Unter den folgenden Internet-Adressen können weitere Informationen über die Bowen Therapie und Therapeuten in Deutschland abgerufen werden:

» www.bowentherapie.de
» www.bowtech.de

Weitere Themen sind u.a. über Bachblüten, Homöopathie


Weitere ausführliche Informationen in deutsch siehe » SCHNECKENPOST Nr. 4 sowie in englisch können eingesehen werden unter: » www.returntostillness.com.au
und dem Buch von John Coleman "Titel: STOP PARKIN' AND START LIVIN' und dem Untertitel: REVERSING THE SYMPTOMS OF PARKINSON'S DISEASE" mit der ISBN 0-85572-368-8

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Wir bemühen uns als Parkinsonkranke um sachliche Information und Aufklärung!  Wie beim "LOTTO" sind alle Angaben "ohne Gewähr"! Wichtigstes Ziel ist die Förderung von Eigenverantwortung und Fachkompetenz der Patienten!

ABSENDERANGABEN DES TRÄGERVEREINES:

Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

Trägerverein von:
Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, SCHNECKENHAUS + Patienten-Info-Center unter www.parkinsonweb.com

Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen

Unser Trägerverein ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar sind
Spendenkonto des Trägervereines: 89 263 107 – Volksbank Mittelhessen eG - BLZ: 513 900 00
IBAN: DE03 5139 0000 0089 2631 07 SWIFT-BIC: VBMHDE5FXXX