Behandlungsansatz unter Einbeziehung von Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Neuropsychologie. Voraussetzung für die Behandlung ist ein bis in kleinste Details organisierter Tagesablauf. Die Medikamente müssen teilweise sieben Mal am Tag zeitlich punktgenau verabreicht werden. Körperpflege, Essensaufnahme und Therapien orientieren sich an der Befindlichkeit der Patienten, nicht an starren Stationsabläufen. Da die Medikmaneetnpläne genau eingehalten werden können, arbeiten in Bad Segeberg speziell ausgebildete Parkinson-Nurses und Logopäden, die weitergebildet sind. In Vorbereitung ist eine Angehörigengruppe der Patienten, weil die Partner der Betroffenen häufig psychisch und physisch schwer beansprucht sind.
Mit Apomorphin- und Duodopa-Pumpen steht für schwerer betroffene Parkinson-Patienten eine weitere Alternative zur konventionellen medikamentösen Therapie zur Verfügung. Neben der ärztlichen Aufklärung spielt bei der Anwendung relativ neuer Verfahren der Erfahrungsaustausch untereinander oder auch mit Angehörigen eine große Rolle.
Daher hat das Neurologische Zentrum einen regelmäßigen Treffpunkt für Patienten und deren Angehörige eingerichtet. „Viele Patienten und deren Angehörige, die sich für eine Pumpe interessieren, haben oftmals Angst, dass sie mit diesen technischen Dingen nicht umgehen können. Daher ist es wichtig, dass sie die Möglichkeit bekommen zu erfahren, wie Gleichgesinnte mit diesen Verfahren und etwaigen Problemen umgehen. Das Pumpencafé bietet bei Kaffee und Kuchen ein lockeres Ambiente für ungezwungenen Erfahrungsaustausch“, erklärt Dr. Björn Hauptmann, Leitender Oberarzt im Neurologischen Zentrum. Das Pumpencafé im Neurologisches Zentrum in Bad Segeberg (Raum 093, Hamdorfer Weg 3) hat an folgenden Tagen in diesem Jahr jeweils von 15 bis 17 Uhr geöffnet und lädt alle Interessierten herzlich ein: Donnerstag, 20. Januar, Donnerstag, 21. April, Donnerstag, 21. Juli, und Donnerstag, 20. Oktober. Anmeldungen nimmt Sylvia Dürkop im Sekretariat unter der Telefonnummer 0 45 51 / 8 02 58 01 entgegen. Stand: Oktober 2011 |