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PATIENTEN-INFO-CENTER | Diagnose

Wenn körperliche und auch seelische Schwierigkeiten über längere Zeit oder auch plötzlich z.B. zu Ungeschicklichkeiten, Verlangsamungen, Zittern, Stolpern, Lauf-, Stand- und/oder Sprachproblemen usw. führen, sollte man einen Arzt aufsuchen, am Besten einen Nervenarzt (Neurologen). Nach vorheriger Grundbefragung und -untersuchung (Anamnese) wird mit bildgebenden Verfahren (z.B. CT = Computertomographie) versucht zusätzlich auszuschließen, daß die Ursachen für die Beschwerden z.B. in raumfordernden Prozessen eines Hirntumores zu suchen sind. Wenn solche Ursachen ausgeschlossen werden können, bleibt dann häufig die Diagnose "Morbus Parkinson" übrig!

WICHTIG!
Es gibt keinen Grund zu resignieren ... das Leben geht weiter ! Wie es weiter geht hängt vor allem davon ab, wie der Betroffene damit umgeht und was er aus seinem weiteren Leben macht ! Erst sollte er sich Zeit nehmen, die Tatsache nun krank zu sein, zu verarbeiten. Dann ist es wichtig sich grob über wichtige Dinge zur Krankheit wie z.B. EIGENE körperliche und geistige Möglichkeiten, Langszeitfolgen von Medikamenten und EIGENEM FALSCHEN Verhalten zu informieren. Dies ist z.B. über Mitbetroffene, eine Selbsthilfegruppe oder z.B. über einen gut verständliches Buch von Suzy Mc Coy aus Bad Kreuznach möglich, das über uns bestellt werden kann.

Trotz Diagnose "Morbus Parkinson" gibt es viele eigene Möglichkeiten, genauso alt wie gesunde Menschen zu werden. Wenn es dem Parkinsonkranken gelingt, mit seinem Verstand, seinen Gefühlen und seinem Verhalten, das bisher unbewußt ablaufende Ausgleichsprogramm des Körpers fortzusetzen oder gar zu verstärken, hat er trotz möglicher körperlicher Einschränkungen sogar größere Chancen für ein bewußteres/erfüllteres Leben!
Der Patient sollte möglichst eigene Wege finden, mit den körperlichen Störungen und Einschränkungen, die die Krankheit Morbus Parkinson mit sich bringen kann, klar zu kommen! Ein möglichst normaler und offener Umgang mit den Krankheitsauswirkungen ist hierbei eine große Hilfe. Regelmäßige gymnastische, sprachliche und geistige Übungen, genügend Flüßigkeitsaufnahme, gesunde Ernährung usw. können unserer festen Überzeugung nach am ehesten zur Verbesserung, zum Stillstand und/oder zur Verlangsamung des Fortschrittes der Krankheitsauswirkungen (Symptome) beitragen. Wichtig ist vor allem, wie der Parkinsonkranke und sein "Umfeld" mit seiner neuen Lebenssituation klarkommt !
Vor allem für Neuerkrankte (noch ohne Parkinsonmedikamente) gibt es seit einigen Jahren die hoffnungsvolle neue Behandlungsmöglichkeit mit der sog. FSR-Methode (siehe unter -> ). Mit diesem alternativen Heilverfahren aus Amerika, können dafür geeignete Patienten im weitesten Sinne für sich selbst eine Art Wiedergenesung einleiten. Zumindest ist es mit dieser FSR-Methode, einigen wenigen deutschen und amerikanischen Parkinsonpatienten gelungen, ihre Krankheitssymptome zu verbessern (bisher gibt es bis zu rd. 3- jährige Behandlungserfahrung).
Spezielle Parkinson-Medikamente sollen grob gesagt den krankheitsbedingten Dopaminmangel künstlich ausgleichen. Dies geschieht nur vorübergehend für die Wirkungsdauer des Medikamentes. Das Medikament sorgt leider für keine Heilung und auch keinen Krankheitsstillstand, sondern beeinflußt von Patient zu Patient völlig unterschiedlich, mehr oder weniger gut nur die Krankheitsauswirkungen(-symptome). Es besteht bei der Dauereinnahme die zunehmende Gefahr der Abhängigkeit und von Nebenwirkungen. Wenn überhaupt, sollten Parkinson-Medikamente erst ganz zum Schluß des Maßnahmenkataloges stehen. Spezielle Parkinsonmedikamente sollten deshalb erst dann zum Einsatz kommen, wenn der Parkinsonkranke alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft hat und vor allem die Gefahr besteht, z.B. infolge von Geh- und Standschwierigkeiten sich durch einen Sturz zusätzlich zu verletzen. Normalerweise verschenkt der Patient keine Zeit, wenn er erst später mit der Einnahme beginnt !!!

ACHTUNG!
Der Patient sollte möglichst eigenverantwortlich, gut aufgeklärt über die Langzeitfolgen und erst nach kritischer Abwägung der Vor- und Nachteile entscheiden, wann und ob er mit einer Medikamententherapie beginnt; d.h. die ursächliche Krankheit verschlechtert sich wg. einer verspäteten Medikamenten-Einnahme unseren Erfahrungen nach nicht !!!
Unsere eigene subjektive Erfahrung, wird durch die Aussage von Fachleuten bestätigt:
Textauszug aus dem Artikel von Herrn Prof. Heinz Reichmann aus Dresden, "Ärzte Zeitung" vom 13.4.2004 mit dem Titel: "Parkinson-Therapie schöpft aus Präparate-Fundus" / Untertitel: Start der Behandlung mit L-Dopa oder Dopamin-Agonisten, wenn die Symptome den Patienten deutlich einschränken
NEU-ISENBURG (eb). Wenn es für Menschen mit Morbus Parkinson im Frühstadium immer schwieriger wird, im Alltag zurecht zu kommen, sollte dies Anlaß für den Therapiebeginn sein. Mit L-Dopa oder Dopamin-Agonisten sollte eingestiegen werden, wenn die Symptome den Patienten deutlich einschränken. (danach folgen Info's über die Medikamentenmöglichkeiten ...)
Wenn vom Patienten die Entscheidung für eine Medikamentenbehandlung gefallen ist, sollte er in Abstimmung und Begleitung eines erfahrenen Arztes stets maßvoll damit beginnen und umgehen. Vor allem in den ersten Wochen sollte er kritisch und genau überprüfen, ob die Vorteile die Nachteile klar überwiegen.

PATIENTEN-INFO-CENTER©

Wir bemühen uns als Parkinsonkranke um sachliche Information und Aufklärung!  Wie beim "LOTTO" sind alle Angaben "ohne Gewähr"! Wichtigstes Ziel ist die Förderung von Eigenverantwortung und Fachkompetenz der Patienten!

ABSENDERANGABEN DES TRÄGERVEREINES:

Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

Trägerverein von:
Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, SCHNECKENHAUS + Patienten-Info-Center unter www.parkinsonweb.com

Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen

Unser Trägerverein ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar sind
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