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PATIENTEN-INFO-CENTER | Diagnose | Positronen-Emissions-Tomografie (PET)

Die Positronen-Emissions-Tomografie (PET) ist ein nuklearmedizinisches bildgebendes Verfahren zur Überprüfung der Funktion von Organen, die sich der Eigenschaft des Positronenzerfalls bedient. Sie liefert Schichtaufnahmen nach dem Prinzip der Computertomographie. Der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Deutschland hat die Positronen-Emissions-Tomografie wegen zweifelhaften Nutzens als umstrittene Methode eingestuft.
Während andere Diagnoseverfahren (Röntgen, Magnetresonanztomografie) die Form von Organen und deren krankhafte Veränderung untersuchen, dient die nukleamedizinische Untersuchung einer Diagnose der Aktivität und der Funktion von Organen und Stoffwechselvorgängen sowie der Feststellung von Metastasenbildungen bei einer Krebserkrankung. Im Prinzip wird dabei eine radioaktive Substanz in den Körper eingebracht, deren Strahlung mit speziellen Detektoren registriert und in ein digital bearbeitetes Bild umgesetzt wird.
Das PET-Gerät sieht ähnlich aus wie ein Computertomograph und besteht wie dieser aus einem ringförmigen Detektorkranz, der innerhalb des Gerätes verborgen ist. Die Technik einer PET ist ähnlich der einer Szintigraphie, mit dem Unterschied, dass ein Ring mit Detektoren die gleichzeitige Datenerfassung erlaubt.
Im Unterschied zur Computertomografie kommt die Strahlung nicht aus einer Röntgenröhre innerhalb des Geräts, sondern aus dem Patienten selbst, dem eine radioaktive Substanz verabreicht wird. Gemessen werden bestimmte beim Positronenzerfall entstehende Photonen (atomare Teilchen) des im Körper verteilten Radionuklids. Dies bringt messtechnische Vorteile, was eine bessere Auflösung und damit eine höhere diagnostische Genauigkeit als bei anderen nuklearmedizinischen Verfahren bedeutet.
Zu Beginn einer PET-Untersuchung erhält der Patient eine Injektion mit einer radioaktiven Substanz von kurzer Halbwertszeit, ein so genanntes Positronen-emittierendes Radionuklid. Dieses Radionuklid verteilt sich im Körper und reichert sich in den Organen an. Es enthält Positronen, bei deren Zerfall Photonen entstehen, die durch das Gewebe abgestrahlt werden. Wenn diese Strahlung den Körper wieder verlässt, kann dadurch die Aktivität in bestimmten Organen oder in Körperregionen dargestellt werden.
Ein Scanner-Ring mit Detektoren umkreist den Patienten, wobei die radioaktiven Strahlen registriert und an ein nuklearmedizinisches Datenverarbeitungssystem (digitaler Rechner) weitergeleitet werden.
Zur Durchführung einer PET ist nicht in allen Fällen eine Vorbereitung des Patienten notwendig, für einige Untersuchungen muss der Patient nüchtern sein. Mancher Medikamente müssen vor einer nuklearmedizinischen Untersuchung rechtzeitig abgesetzt werden (z.B. jodhaltige Präparate, aber nur nach Anordnung der Nuklearmediziner).
Der Patient kann sitzend oder liegend untersucht werden. Das Radionuklid wird injiziert, wobei diese Injektion der einzige für den Patienten unangenehme Moment der sonst schmerzfreien Untersuchung ist. Dann umfährt der Scanner das Untersuchungsgebiet, wobei der Patient sich nicht bewegen darf.
Die PET-Untersuchung dauert je nach Untersuchungszweck unterschiedlich lang, bis zu mehreren Stunden.
Radioaktivität wirkt durch die auf atomarer Ebene abgegebene Energie schädigend auf organisches Gewebe. Heutzutage werden in der nuklearmedizinischen Diagnostik Trägersubstanzen verwendet, die rasch wieder ausgeschieden werden, und Radionuklide mit einer hohen Zerfallsgeschwindigkeit. Dadurch wird die Strahlenbelastung, die in der Nuklearmedizin je nach Untersuchungsziel variiert, möglichst gering gehalten. Die Strahlenbelastung bei einer PET-Untersuchung bewegt sich in etwa im Bereich der Computertomographie, mit vergleichbarem Strahlenrisiko.
Um den Ausscheidungsprozess der Radionuklide über die Nieren zu beschleunigen, wird empfohlen, nach Durchführung einer nuklearmedizinischen Untersuchung viel Flüssigkeit zu trinken.
Hirn-PET:
Indiziert zur Diagnose von Hirnerkrankungen (z.B. M:Alzheimer, M.Parkinson, Epilepsie).
Untersucht wird mit 18F-FDG (Flour-Desoxy-Glukose), einem radioaktiv markierten Zucker.
Vor Gabe des FDG wird ein venöser Zugang gelegt und der Blutzucker bestimmt. Der Blutzucker sollte nicht über 120 mg/dl liegen. Appliziert wird auf der Untersuchungsliege, während der Patient schon liegt. 30 min nach Applikation wird die Messung gestartet, welche über 20 min läuft.
Es ist unbedingt erforderlich für diese Untersuchung nüchtern zu sein!
Wasser, ungesüßter Kaffee und Tee, sowie die Einnahme erforderlicher Medikamente ist
Erlaubt!
Gesamtdauer ca. 1 Stunde.

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