Neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder Alzheimer können mit Riechtests früher als bisher diagnostiziert werden. Die Tests gäben Monate oder sogar Jahre früher als herkömmliche Diagnosemethoden Hinweise auf eine entsprechende Erkrankung. Bis zu 90 Prozent aller Parkinson-Patienten haben Probleme, Gerüche zu erkennen. Dies ist unabhändig vom Schweregrad der Erkrankung auch schon in einem sehr frühen Stadium der Fall. Die hohe Zahl von Fehldiagnosen, die auf bis zu 30 Prozent geschätzt wird, kann u.a. damit kostengünstig reduziert werden. Bisher wird Parkinson anhand von Symptomen wie dem typischen Zittern oder der Muskelstarre diagnostiziert. Nur ca. die Hälfte der Patienten leidet aber am Anfang unter dem typischen Zittern. Ca. 90 Prozent der Patienten hat Riechstörungen! Bei der Alzheimer-Krankheit und der Bewegungsstörung Chorea Huntington sind es rund 80 Prozent. Der Riechtest ist ein zusätzlicher Indikator, da auch gesunde Menschen unter Riechstörungen leiden. Riechtestverfahren sind schnell, nicht invasiv (nicht schädigend) und sehr kostengünstig.
Die Materialkosten belaufen sich auf ca. 1 Euro pro Person. |
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