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Forschungspreisträger 2002

Schwerpunkte der Preisrede von Suzie Mc Coy

Florstadt-Staden, den 12. Oktober 2002

„Der Mensch selbst ist die Lösung!“ Über die Ent- und Re-Rhytmisierung, die menschliche Nervenorganisation und die soziale Frage am Beispiel des Parkinsonismus’ und der sogenannten L-Dopa-induzierten Dyskinesien

Manuskript des Vortrages von Suzie Mc Coy (Susanne Schäfer) von ihrer Rede anläßlich der Forschungspreisverleihung 2002 der "Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung" am 12.10.2002 in Florstadt-Staden.

Die Preisträgerin des 3. Forschungspreises der „Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung“, Frau Susanne Schäfer (unter dem Pseudonym Suzie Mc Coy) aus Bad Kreuznach, weist auf Aspekte des Parkinson-Syndroms und dessen Medikation hin, welche bis dato in der Schulmedizin und Literatur wenig oder keine Beachtung finden. Es bestehe eine breite Kluft zwischen „seelenlosen“ Statistiken („double-blind-evidence-based-placebo-controlled studies“) und dem realen Lebensalltag des individuellen Patienten. >> Konrad Lorenz holte ja auch nicht die Gänse ins Labor, sondern er beobachtete sie in deren eigenem natürlichen Biotop <<.

Als (ehemalige) selbstbetroffene Parkinson-Patientin mit schwersten L-Dopa-Fluktuationen – laut Befund mehrer Fachärzte „austherapiert“ und allenfalls ein Kandidat für den „Hirnschrittmacher“ – hat Suzie Mc Coy einen ganz anderen Zugang zu kranken Menschen und deren Angehörigen, als der Arzt oder forschende Pharmakologe. Während sie einen Teil ihrer Probanden aufsuchte und in heimischer Umgebung befragte und testete, bestehen bei letzteren zeitliche und finanzielle Limits, häufig auch statusbedingte Distanzen.

In der heutigen Zeit, bekommen gerade die chronisch Kranken, die Einschränkungen im „Gesundheits“(?)-Wesen besonders zu spüren. Die Forschungspreisträgerin 2002 zeigt, dass die wirkungsvollsten, ja essentiellen Anteile bei der Behandlung von Parkinson-Patienten (und anderen chronisch Kranken; den Menschen überhaupt) wenig oder kein Geld kosten müssen und auch von keiner Krankenkasse oder Pharmakologie zu bewerkstelligen sind.

In praktisch-anschaulicher Beweisführung der über 80 Jahre alten Aussagen Rudolf Steiners über „die menschliche Nervenorganisation und die soziale Frage“ wird gezeigt, dass in Krankheitsverläufe und den Umgang mit allen dabei auftretenden Phänomenen – ob mit oder ohne Medikamente – noch mehr involviert ist als das, was die herkömmlichen „Wissen-(?)schaften messen können! Wie der von seiner wahren Natur „ent-rhythmisierte“ Organismus wieder zu seinem Rhythmus zurückfinden kann.

Nicht unrealistische Heilungsversprechen werden propagiert, sondern für eine erweiterte Sichtweise, für ein allseitig-offen-humorvolles Miteinander wird plädoyiert.
>> Susanne Schäfer macht aus eigener Erfahrung und aufgrund ihrer Forschungsarbeiten deutlich, dass es trotz zunehmender therapeutischer Optionen bei der Behandlung von Parkinson-Syndromen, in letzter Konsequenz das Problem bloß auf eine andere Ebene verlagert wird. Diese Schwierigkeiten würden nicht einmal verschwinden, wenn man eines Tages den körperlichen Parkinson im s.g. „causalen“ Sinne „heilen“ könnte. Statt unrealistischen Zielen nachzuträumen, wäre es zu aller Menschen Wohle besser, hier und jetzt damit anzufangen, die Krankheiten (und ggf. auch den zeitlichen Aufschub, den die heutigen medizinischen Möglichkeiten bieten) als das zu sehen und zu nutzen, was sie sind:

Eine Chance für uns alle, zu lernen, zu evolvieren.

Eine Chance zu erkennen, dass unsere Gesellschaft die „Behinderten" braucht, und zwar nicht zuletzt, um zu erkennen, dass wir alle viel mehr miteinander verbunden sind, als der egoistische Intellekt dies sich vorstellen mag.

Es geht nicht darum, „die Ärzte“ oder die Medikamente zu verteufeln. Auch Ärzte sind Menschen, und Medikamente können, wenn mit Bedacht eingesetzt, wirkungsvolle Werkzeuge darstellen. Doch unser Leiden können wir nicht „der Krankheit“ und den „unerwünschten Wirkungen“ der Medikamente anlasten, ebenso wenig „den Ärzten“, daß sie „zu wenig Zeit“ haben oder dass sie uns etwa zu ignorant „von oben herab“ entgegentreten – solange auch wir Betroffene untereinander ein ähnliches Verhalten an den Tag legen, solange auch innerhalb der Familie o.a. Gemeinschaften nicht offen und geduldig einander zugehört wird. <<

Mc Coy zeigt, wie man Kraft durch Rhythmus ersetzen kann und damit die o.g. gefürchteten „Dyskinesien“ (Überbewegungen durch die Parkinson-Mittel) ihren Schrecken verlieren können, weist aber andererseits darauf hin, dass bei langjähriger medizinischer Therapie oft die bessere körperliche Beweglichkeit mit Einbußen an kognitiven und sozialen Fähigkeiten bis hin zu gravierenden seelischen Entfremdungen erkauft werden, wie es in dieser Dramatik von der Schulmedizin nicht registriert wird.

Suzie Mc Coy hat sich auf vielen Gebieten ein umfangreiches Fachwissen angeeignet. Sie setzt sich seit Jahren für die Vermittlung zwischen Arzt – Patient – Angehörige/Umfeld ein. Gerade weil sie keinen offiziellen akademischen Titel vorweisen kann, soll durch die Auszeichnung mit dem Forschungspreis der Hilde-Ulrichs-Stiftung erreicht werden, daß sie aufgrund ihrer weitreichenden Studien mit vielen hoffnungsvollen Ansätzen eine stärkere Anerkennung in Fachkreisen nicht nur als kompetente Patientin sondern auch als Wissenschaftlerin erfährt. Damit soll nicht nur für die Preisträgerin der Dialog mit Schulmedizinern und anthroposophisch orientierten Menschen erleichtert und gefördert werden.

Suzie Mc Coy (Susanne Schäfer)
Nachwort: N A C H der Preisverleihung hat Suzie Mc Coy beschlossen ...

- das Preisgeld + einem Eigenanteil von 2.000,-- € für die Anschaffung eines Behandlungs-Monochords zu verwenden. Ein Musikinstrument auf das man sich legt. Man kann darauf entspannen, Energie schöpfen, träumen usw. Es steht für uns alle nutzbar bis auf weiteres (Platzprobleme!) im SCHNECKENHAUS

- ihren Restbestand von 500 Exemplaren ihres Buches "Die juvenilen und young-onset-Parkinson-Syndrome" dem SCHNECKENHAUS zu schenken. Abgesehen davon, daß dieses Buch gerade für junge und/oder neu erkrankte Parkinsonkranke zur "Standardlektüre" gehören sollte, da es in ganz besonderer Weise umfassend auf die Belange von uns Kranken eingeht, ist es eine weitere wichtige Möglichkeit der SCHNECKENHAUS-Finanzierung. Es ist ab sofort nur noch über das SCHNECKENHAUS zu 17,00 € (+ 1,50 € Versandkosten) erhältlich !

- außerdem, rd. 7.100,-- € dem SCHNECKENHAUS und/oder der "Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung" zu übergeben, die sie selbst für die Schaffung einer weiteren Parkinson-Wohnstätte namens "Parkie-Nest" in Kassel gesammelt hat. Da ihrer Meinung nach das Geld dringender im bereits bestehenden SCHNECKENHAUS gebraucht wird und zur Finanzierung des geplanten Kasseler Projektes genügend große "Geldquellen" existieren, hat sie sich zu dieser Lösung entschieden. Anzumerken ist, daß sie einen Großteil des Geldes - noch unter extremsten Krankheitssymptomen - in der Bad Kreuznacher Fußgängerzone bei Wind und Wetter erbettelt hat !

Begründung für die Vergabe des Forschungspreises 2002 an Susanne Schäfer alias Suzie Mc Coy

Florstadt-Staden, den 12. Oktober 2002

Suzie Mc Coy aus Bad Kreuznach erhält den mit 2.500,-- € dotierten Forschungspreis 2002 der "Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung" für:- die Ermittlung einer Fülle von wissenschaftlichen Daten ausgehend von der umfangreichen und gut dokumentierten Analyse ihres eigenen schweren Krankheitsverlaufes, zusätzlichen Befragungen und Studien von/an Mitbetroffenen in deren gewohntem Umfeld

- für die grundsätzliche Bedeutung ihrer Forschungsarbeiten weit über die Parkinsonkrankheit hinaus; vor allem für Patienten, Ärzte und Forscher

- für viele neue Perspektiven und wertvolle Grundlagen, die von ihren Studien und Publikationen zum Nutzen der Patienten ausgehen sollen

Lebensdaten von Susanne Schäfer alias Suzie Mc Coy

Florstadt-Staden, den 12. Oktober 2002

- Geboren 1966

- Schule, Abitur, Lehre als Feinoptiker (in diesem „Traumberuf“ tätig bis zum krankheitsbedingten Ausscheiden 2001, nach langjährigem Kampf darum, trotz fortschreitender Behinderung den Arbeitsplatz zu halten);
- 1989/1990 freiwilliger Sozialdienst mit „Aktion Sühnezeichen / Friedensdienste e.V.“ in Norwegen
- Kein UNI-Besuch, aber guter Autodidakt und offener, lernbegieriger Geist + Seele

- bereits in Kindheit motorische und schlafmedizinische Auffälligkeiten, die aber damals noch nicht so gravierend waren (vermutlich postencephalitisches Folgesyndrom)
nach 10-jähriger medizinischer Odyssee; Diagnose 1996 Narkolepsie und schwere circadiane Schlaf-Wach-Rhythmus-Störung (2 x stat. Aufenthalt Schlaflabor)

- 1998 Verdacht auf Parkinson-Syndrom und Beginn der L-Dopa-Therapie (nach unzähligen anderen medikamentösen Versuchen u.a. mit Btm-pflichtigen Mitteln in höchsten Dosierungen),

- 1999 bestätigte Diagnose Morbus Parkinson in Fachklinik

- 2000 PET Untersuchung;
zu dem Zeitpunkt bereits heftige Dyskinesien und Fluktuationen, nach stationärem Aufenthalten in Fachkliniken als „austherapiert“ befunden, diverse Fachärzte empfehlen allenfalls noch Versuch mit Tiefenhirnstimulation;
- doch dieses wird Anfang 2002, da inzwischen auch Palilalie und oculogyre, respiratorische und ophistotoniche Krisen auftreten (à viele Stunden Dauer; alles dokumentiert im Spezial-Schlaflabor), als zu riskant befunden; diverse Zusatzdiagnosen wie orthostatische Hypotonie etc.

- Ende April 2002 dann relativ schnelle Heilung des Parkinson-Syndromes (durch s.g. Kundalini-Effekt durch Konfrontations-Schock mit voriger Inkarnation), in Folge Absetzen der Medikation innerhalb 2-3 Wochen; Ausheilung der diversen cicardianen Rhythmusstörungen im Verlaufe der Folgemonate

- Publikationen und Vorträge (Deutschland, Schweden, Norwegen) zu Themen wie (Sonder)Pädagogik, Somnologie (Schlafmedizin), Parkinson, Astronomie; Philosophie, Naturschutz, Ornithologie, Wohnprojekte-Geldbeschaffung, Musik und deren therapeutische Nutzung, Pharmaforschung inkl. Selbstversuche
Begründung für die Vergabe des Forschungspreises
Florstadt-Staden, den 12. Oktober 2002
Suzie Mc Coy aus Bad Kreuznach erhält den mit 2.500,-- € dotierten Forschungspreis 2002 der "Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung" für:- die Ermittlung einer Fülle von wissenschaftlichen Daten ausgehend von der umfangreichen und gut dokumentierten Analyse ihres eigenen schweren Krankheitsverlaufes, zusätzlichen Befragungen und Studien von/an Mitbetroffenen in deren gewohntem Umfeld
- für die grundsätzliche Bedeutung ihrer Forschungsarbeiten weit über die Parkinsonkrankheit hinaus; vor allem für Patienten, Ärzte und Forscher

- für viele neue Perspektiven und wertvolle Grundlagen, die von ihren Studien und Publikationen zum Nutzen der Patienten ausgehen sollen

Absenderangaben der Hilde-Ulrichs-Stiftung:

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.
Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen

Unsere Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar sind
Spendenkonto der Stiftung: 10 270 777 88 – Sparkasse Oberhessen - BLZ: 518 500 79
IBAN: DE05 5185 0079 1027 0777 88 SWIFT-BIC: HELADEF1FRI

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