Sie sind hier: SCHNECKENPOST Nr. 4
Weiter zu: Stiftungs-Infos
Allgemein: Kontakt Impressum Haftungsausschluss Von A-Z

Suchen nach:

HILDE-ULRICHS-STIFTUNG FÜR PARKINSONFORSCHUNG

HILDE-ULRICHS-STIFTUNG FÜR PARKINSONFORSCHUNG | Stiftungs-Info |SCHNECKENPOST Nr. 4

Der tägliche Kampf um die Körperhaltung !
Ein Krankheitsmerkmal von Parkinson kann (muss nicht) eine vor allem nach vorn geneigte Körperhaltung sein. Bei SCHNECKENHAUS-Gast Ernst Geweke aus Sachsenhagen kam nach 20-jähriger Erkrankungsdauer nach einem Fahrradsturz im Sommer 2007 noch ein extremes seitliches Abkippen des Oberkörpers hinzu. Je länger eine solche extrem unnatürliche Körperhaltung besteht, umso grösser ist die Gefahr bleibender Schäden und Schmerzen vor allem an Wirbelsäule und Gelenken. Durch die gestauchte Körperhaltung kann es zusätzlich zu Verdauungsproblemen und noch schwerwiegender, zu anhaltenden Entzündungen der Bronchien/Lungen kommen! Deshalb besteht für Betroffene und Angehörige akuter Handlungsbedarf! Neben fachlicher Hilfe durch Neurologen, Orthopäden und Krankengymnasten sind vor allem tägliche eigene passive und aktive Massnahmen notwendig, den Oberkörper wieder aufzurichten!

Bei dem 1-wöchigen Besuch von Ernst im Oktober 2007 begannen wir noch am Ankunftstag damit, zu verhindern bzw. zu vermindern, dass er z.B. beim Essen nicht seitlich zu sehr abkippt. Mit einem höhenverstellbaren Bürosessel mit Armlehnen und einer zurechtgeschnitte-nen Hartschaumplatte, oben abgepolstert mit einem Kissen, gaben wir ihm einen zusätzlichen seitlichen Halt. Weitere passive Hilfen können z.B. ein Stuhl sein, dessen Rückenlehne man zur zu stützen-den Körperseite dreht, eine eigene mass-geschneiderte Sitzgelegenheit mit seit-lichem Halt, zusätzliche Kissenpolster zur Stabilisierung für Sitzen im Sessel bzw. auf der Couche, die stützende Schulter oder der Arm eines Partners beim Laufen usw. Da Ernst im Laufe der letzen Mo-nate auch das Gefühl für eine gerade Körperhaltung verloren hat, übernahmen wir für ihn sicherlich ab und zu nervend, die „Spiegelfunktion“. Zumindest vorüber-gehend sind mit dem Bewusstmachen der Fehlhaltung Verbesserungen mög-lich. Ganz wichtig sind tägliche eigene Dehn- und Streckübungen, vor allem auf der abgekippten Körperseite. Erfreut hat uns ganz besonders, dass wir Ernst mit unserem Rücken-/Schwerkrafttrainer helfen konnten. Mit diesem Gerät kann man einen Menschen an den Füssen befestigt im Extremfall auf den Kopf stellen. Immer in Abstimmung mit Ernst, haben wir ganz vorsichtig Tag für Tag den Neigungs-winkel steiler gestellt und die Übungs-dauer von 5 auf zum Schluss 15 Minuten verlängert. Es war gut zu beobachten, wie Ernst im Laufe der Sitzungen in eine immer gestrecktere Lage kam und völlig entspannte.

Unser Rücken-/Schwerkrafttrainer hat sich als unterstützende Hilfe bei Haltungsproblemen bewährt. Dieses Gerät ist z.B. über die Fa. Kettler unter der Nr 7426 600 zu beziehen (ca. 240,-- €).

Infostand auf dem „Markt der Möglichkeiten“
In der Rhein-Main-Halle in Wiesbaden fand am 22.8.2007 eine mit rd. 5.000 vorrangig von ehrenamtlich tätigen Menschen aus Hessen besuchte Veranstaltung statt. Rund fünfzig

Institutionen, Verbände, Initiativen und Firmen präsentieren ihre Aktionen, Produkte oder Dienstleistungen zum Thema Alter und informierten über Lebensgestaltung in der zweiten Lebenshälfte, speziell zu den Themen, Rente, Patientenverfügung, Bildung, Gesundheit und Ernährung. Wir hatten alle Hände voll zu tun, denn der Informationsbedarf zum Thema “Parkinson” war groß!

Nachbarschaftshilfe durch Karl Heinz May
Anlässlich seines 85. Geburtstages

am Pfingstmontag, dem 28. Mai, hatte der Stadener Gründer und Mitbesitzer des Hotels Schloss Ysenburg eine gute Idee. Er verzichtete auf Geschenke und bat seine Geburtstagsgäste um eine Spende für unser benachbartes Selbsthilfeprojekt. Zur Freude des rüstigen Geburtstagskindes, das noch täglich im eigenen Betrieb mithilft, kamen 890 Euro zusammen. Er selbst erhöhte den Betrag auf 1.000 Euro. Diese besondere Spende soll nun als erster großer „Baustein“ für einen neuen Anlauf des Schuldenab-baues unseres SCHNECKENHAUSES genutzt werden. Das große Ziel ist eines Tages ein schuldenfreies SCHNECKENHAUS unserer Hilde-Ulrichs-Stiftung für die Parkinsonforschung übergeben zu können. Die seit Jahren unseren Trä-gerverein belastenden Fremdmittel wa-ren nötig, um den 1994 begonnen Um-bau des alten Bauernhauses mit Scheu-ne durch Neu- und Ausbaumassnahmen zur behindertengerechten Anlauf- und Wohnstelle für Parkinsonkranke und An-gehörige 1999 schnell zum Abschluss zu bringen. Trotz jahrelanger gutnachbar-licher Kontakte nahm sich jetzt erst im Vorfeld des besonderen Geburtstages der Seniorchef des Hotels die Zeit zu einem ausführlichen Besuch des Schneckenhauses. Er war sehr angetan von dem hellen freundlichen Gebäude und der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit und wünscht uns viele Nachahmer seiner Idee.

Bei John Coleman (Jahrgang 1943) wurde 1995 Parkinson und Anfänge von Multipler System Atrophie (eine Parkinsonsonderform, die sehr schwer und schnell verlaufen kann) diagnostiziert. Er hatte schon erhebliche körperliche Defizite; z.B. waren das selbstständige Fortbewegen und die Sprache schon stark eingeschränkt. Sehr unzufrieden mit der reinen Symptombehandlung und Prognose der Schulmedizin, suchte John entschlossen nach anderen Behandlungswegen. Er stellte sein bisheriges Leben auf den Kopf und erreichte innerhalb von 3 ½ Jahren mit Hilfe von Psychotherapie, Meditation, Homöopathie, Ernährungsumstellung, ausreichender Wasserzufuhr, Bachblüten, Lach-/ Bowen Therapie und Ähnlichem, dass er ab April 1998 vollständig symptomfrei war (zuletzt verschwand das Zittern)! Im Laufe des Genesungsprozesses konnte er auch seine Parkinsonmedikamente wieder absetzen.
Zwischenzeitlich wurde John vom Patienten zum Therapeuten. 1998 beendete er mit Auszeichnung seine Ausbildung zum Heilpraktiker. Er erlernte die Bowen Therapie sowie andere Therapieformen. Aus der Erfahrung seines eigenen Genesungsweges heraus hat John ein naturheilkundliches Behandlungskonzept entwickelt. Dazu hat John auch die Lebens-/Ernährungsweise unserer Vorfahren als Jäger/Sammler vor 40.000 Jahren intensiv recherchiert, da damals neurologische Erkrankungen noch nicht so gehäuft vor-kamen. Zum Beispiel haben unsere Vorfahren Stress durch Flucht oder Kampf, viel natürlicher abreagieren können. Wichtige Erkenntnisse daraus hat er versucht auf die heutige Zeit zu übertragen. Seit 2000 behandelt er damit Menschen mit neurologischen Erkrankungen mit dem Ziel, sie auf ihrem individuellen Weg bis zur vollkommenen Gene-sung zu begleiten. Bisher sind so wie er 4 weitere Parkinsonpatienten völlig symptomfrei geworden! Sein Verfahren zeigt auch bei anderen neurologischen Erkrankungen wie ALS und MS hoffnungsvolle Erfolge.
Nachfolgend eine kurze Zusammenfas-sung einiger seiner von uns ins Deutsche übersetzten Therapieempfehlungen:

Gesund essen um gesund zu werden
John gibt Hinweise auf krankmachende „Auswüchse“ unserer immer mehr industrialisierten Nahrungsmittelversorgung. So enthalten unsere heutigen Lebensmittel nicht mehr die Vielfalt und Menge an Mineralien, Vitaminen und anderen Nahrungsbestandteilen (z.B. Antioxidantien bzw. Radikalenfänger = Schutzstoffe, die Reaktionen empfindlicher Stoffe mit Sauerstoff verhindern sollen), die für die Gesundheit wichtig sind. Zudem gehen Experten davon aus, dass zu „Urzeiten“ im Vergleich zu heute, die Menschen Nahrung mit einem wesentlich höheren Fett- und Proteinanteil zu sich nahmen. Allerdings war die Fettzusammensetzung damals gesünder. Sie enthielt z.B. einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren (z.B. Fisch-/Leinöl) und Vitamin C. Heutzutage ernähren wir uns vielmehr mit gesättigten Fettsäuren wie sie z.B. in der Butter oder im Kokosfett vorkommen.
Auch die Salzaufnahme war damals wesentlich niedriger. Milch (außer während der Stillzeit) und Getreideprodukte hatten nicht den heutigen Stellenwert.
John Coleman hat bei sich und anderen festgestellt, dass für den Weg zur Wiedergenesung und Gesundheitserhaltung von Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen eine grundlegende Ernährungsumstellung einen wichtigen Beitrag darstellt. Trotzdem empfiehlt er keine „starre“ Diät sondern plädiert für eine individuelle Anpassung! Nachfolgend einige seiner Vorschläge:


- alle frischen Gemüse (empfohlene Menge pro Mahlzeit mindestens 70 % / am besten roh oder gedünstet).

- frische Früchte mit hohem Ballaststoff- und niedrigem Zuckeranteil wie (Grany Smith) Äpfel, Aprikosen, Avocados, Feigen, Limetten, Marillen, Pfirsiche, Tomaten und Zitronen.

- (Tiefsee)fisch mindestens dreimal die Woche am besten gedünstet, akzeptabel ist auch gebacken oder gegrillt.

- Eier (wenn möglich biologische Freilandeier), bedenkenlos mehrmals die Woche, zur hochwertigen Proteinversorgung, gekocht, pochiert, als Rührei, in ein wenig Olivenöl oder Traubenkernöl gebraten.

- frische ganze Nüsse (keine Erd- oder Cashewnüsse) und Samen, wie z.B. Kürbiskerne, Sesamsamen, Sonnenblumenkerne etc.

- Leinöl – immer im Kühlschrank aufbewahren und kalt (für Salatdressing, für Fruchtmixgetränke, etc.) verwenden: nicht erhitzen!

- Frische Säfte aus biologischem Anbau sind reich an Enzymen und versorgen unseren Körper mit Nährstoffen, die leicht aufzunehmen sind.

- Küchenkräuter: so viel wie möglich auch zur Geschmacksverbesserung.

- Tee wie z. B. Löwenzahn, Pfefferminze, Hagebutte etc.

- Heilmittel – nur von einem qualifizierten Heilpraktiker oder Naturheilkundigen.

Verbesserung der Wasserzufuhr:
Der Wassergehalt beim Erwachsenen beträgt ca. 63 % und hat für unser Leben eine zentrale Bedeutung. Beim Verdauungsvorgang werden Nährstoffe im Wasser des Körpers gelöst. Durch die Körperflüssigkeit (Blut) werden den Körperzellen die gelösten Stoffe und Sauerstoff zur Verarbeitung zugeführt. Der Weitertrans-port der in den Zellen erzeugten chemischen Stoffe (z.B. Hormone) in die Zielorgane und der Abtransport der Schad- und Abfallstoffe über Kot und Urin funktioniert nur mit ausreichender Beteiligung von Wasser. Wasser reguliert z.B. auch die Körpertemperatur.
Wassermangel im Körper bewirkt eine Konzentration von Giftstoffen in der Körperflüssigkeit. Die Stoffwechsel Endprodukte können nicht aus den Körperzellen transportiert werden. Der Körper vergiftet sich. Deshalb müssen bei starkem Wasserverlust z.B. durch übermäßiges Schwitzen oder starken Durchfall ent-sprechende Flüssigkeits- und Mineralstoffmengen möglichst schnell wieder ausgeglichen werden. Auch Stress wirkt bis auf Zellebene und beeinflusst kurz-fristig die Wasserverteilung in unserem Körper. Komplexe chemische Reaktionen mit dem Ziel, z.B. die Hormonproduktion wieder auszugleichen sind die Folge. Stressbedingt werden dann z.B. Herz, Lunge und Muskeln mit Flüssigkeit mehrversorgt, in anderen Körperberei-chen führt dies zu einem Mangel. Je weniger es uns gelingt, „Flucht-/Kampf-Reaktionen“-auslösende Lebenssituatio-nen mit einer heftigen körperlichen Handlung zu begegnen, umso mehr bleibt es auch bei einer schleichend krankma-chenden Umverteilung unserer Wasser-versorgung bis auf Zellebene. Die Zellen, die für die Herstellung von Neurotrans-mittern, Hormonen und Enzymen zustän-dig sind, verlieren mehr und mehr ihre Leistungsfähigkeit!


- Einhaltung des durchschnittlichen Ta-gesbedarfs an "Wasser" bezogen auf das
Körpergewicht. Möglichst gleichmäßig in kleineren Mengen über den Tag verteilt, am besten in Form von reinem Wasser (wenn möglich ohne Kohlensäure, Fluor und Chlor).

- Zur intensiveren und direkten Verbesserung der Wasserversorgung auf Zellebene setzt John in Australien homöophatische Mittel ein. Diese unterscheiden sich für Frauen und Männer und sind morgens und abends in einer Menge von je 5 Tropfen einzunehmen. Dieses Zusatzmittel ist im Moment nur von Australien aus lieferbar über die Homepage von John Coleman (siehe unten) oder über www.wildmedicine.com.au

Liebe:
Wissenschaftliche Studien bele-gen, ist der Mensch verliebt oder lebt in einer liebevollen Beziehung/“Umgebung“, so wird die Produktion von Dopamin, Endorphinen und anderen heilenden Bo-tenstoffen gefördert.

Indem wir andere Personen (Partner, Kinder, Enkel u.a.), Haustiere und vor allem auch uns selbst liebevoll anneh-men, fördern wir die Produktion dieser Stoffe. John’ Rat, übe von jetzt an Dir selbst, Deinem Partner, Deinen Mitmenschen und deinem gesamten Umfeld auf liebevolle Weise zu begegnen!

Lachen – fröhlich sein:
Wir wissen, dass uns Lachen gut tut. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass viele chemische Vorgänge in unserem Körper beim Lachen ähnlich ablaufen wie wenn wir uns bewegen! Endorphine (unsere natürlichen Schmerzkiller) und viele Neurotransmitter werden beim Lachen in großen Mengen ausgeschüttet, gleichzeitig werden Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol unterdrückt. Lachen stärkt z.B. auch unser Immunsystem, mindert unser Schmerzempfinden und fördert die Kontrolle über unseren Körper.

Täglich ganz bewusst negative Eindrücke und Informationen nicht zu sehr an sich heranzulassen. Falls nicht möglich für Ausgleich sorgen, z.B. Spazierengehen, etwas Erheiterndes ansehen, hören oder lesen. Kontakte mit Kindern, die das Lachen wie wir Erwachsenen noch nicht verlernt haben oder Lachübungen in der Gruppe sowie selbst „vorgetäuschtes künstliches“ Lachen haben positive Effekte auf Körper und Seele.


Meditation:
In einem stressfreien Zustand wie bei der Meditation ist es möglich, die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin (einer der chemischen Stoffe, die mit der Entstehung bzw. dem Ausbruch von neurologischen Erkrankungen wie Parkinson in Verbindung gebracht werden) zu minimieren. Meditierende haben z.B. eine verbesserte Blutzirkulation, niedrigere Milchsäurewerte (hat z.B. Verringerung von Angst- und Schmerzzuständen zur Folge), eine herabgesetzte Herzfrequenz, ein gestärktes Immunsystem und weisen weniger medizinische Symptome auf.

Nachfolgend Vorschläge, mit denen man sich täglich (z.B. 2 x 10 Minuten) in einen stressfreien Zustand versetzen kann:

- Regelmäßiges Spaziergänge an ruhigen und einladenden Orten

- Atemarbeit: eine der vielzähligen Techniken, die Ruhe und Kraft geben.

- Kontemplationsübungen (lat. contem-plare = „anschauen, betrachten“): anstreben von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit auf einen Gedanken (z.B. mit Musik).

- Meditation (lat. meditatio = „das Nachdenken über“ bzw. medius = „die Mitte“):
eine der vielen Formen, die den eigenen Bedürfnissen entspricht. Ziel ist, durch Achtsamkeits- oder Konzentrationsübun-gen einen Zustand frei von Gedanken, zu erreichen

- Gebet: Gespräch mit einem übergeordneten Wesen (Gott) oder einem Fürsprecher (Engel, Prophet). „Glaube versetzt Berge!“

des weiteren gehören Gymnastik-übungen, Bowen-Therapie und andere Verfahren zu John Colemans Behandlungskonzept.
Auf unserer Internetseite haben wir noch weiteres ausführlicheres Wissenswertes in deutsch zusammengestellt. weiterreInformationen in englisch im Internet:
Direkte Informationen in englisch im Internet:
www.returntostillness.com.au oder John Coleman’s Buch: "Titel: STOP PARKIN' AND START LIVIN' und dem Untertitel: REVERSING THE SYMPTOMS OF PARKINSON'S DISEASE"; ISBN 0-85572-368-8.
Zur Zeit bemühen wir uns bei John Coleman um einen Termin 2008 im SCHNECKENHAUS, an dem er sein Wissen an interessierte Menschen weitergeben kann.

Aktionstag zum 11. Welt-Parkinson-Tag
Bei herrlichem Wetter gab es am 14.4.2007 in und vor dem bunt geschmückten SCHNECKENHAUS viel Grund zum Feiern. Die Resonanz war groß. Es kamen Übernachtungsgäste und zahlreiche Besucher aus der Wetterau, dem Frankfurter Raum sowie aus Essen, Mühlheim/Ruhr, Hannover und Berlin.

Die „Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung“ wurde 10 Jahre alt:
Hermann Terweiden, der die Hilde-Ulrichs-Stiftung am 11. April 1997, dem 1. Welt-Parkinson-Tag, gründete, begrüßte die Gäste. Er ging kurz auf die Namensgeberin Hilde Ulrich, die Entstehungsgeschichte und die erfolgreiche Arbeit der Stiftung ein. Mit Frau Prof. Dr. Christine Klein von der Universität Lübeck wurde z.B. schon im Jahr 2000 eine junge engagierte Wissenschaftlerin für ihre Arbeit über die genetischen Ursachen der Parkinsonkrankheit mit dem Hilde-Ulrichs-Forschungspreis ausgezeichnet. Heute leitet sie ein hochkarätiges Team von Wissenschaftlern auf ihrem Forschungsgebiet und ist danach mit vielen weiteren Wissenschaftspreisen ausgezeichnet worden. 2004 hat die Stiftung die ebenfalls junge Forscherin Frau Privatdozentin Dr. Daniela Berg von der Universität Tübingen ausgezeichnet. Damit wollte die Stiftung u.a. erreichen, dass die kostengünstige und für den Patienten schonende von Dr. Berg entwickelte Parkinson- Frühdiagnosemöglichkeit mittels Hirnsonographie in die ärztliche Routine stärkeren Eingang findet. Auch mit der Vergabe des Forschungspreises 2006 an Frau Dr. Dr. Kelly del Tredici von der Universität Frankfurt/Main wollten wir von Patientenseite Einfluss nehmen. Auch wenn wirtschaftlich nicht sofort verwertbar, sind die bahnbrechenden Erkenntnisse der Grundlagenforschung über die Entstehung und den Verlauf der Parkinsonkrankheit von Dr. Dr. del Tredici und ihrem Lebenspartner Prof. Dr. Heiko Braak von grosser Wichtigkeit und müssen mehr Eingang in Diagnose und Therapie der Parkinsonkrankheit finden.
Der parkinsonkranke Ernst Geweke aus Sachsenhagen, der seit 1996 das SCHNECKENHAUS-Projekt engagiert unterstützt, überraschte mit einem Scheck im Wert von 1.200 Euro. Er wurde Anfang des Jahres 70 Jahre alt und verzichtete zu Gunsten der Parkinsonforschung auf persönliche Geschenke. Dies gefiel Gerhard van Hasseln aus Bad Vilbel so gut, dass er spontan den Scheckbetrag um 100 Euro erhöhte. Die Freude war groß. Denn nur mit der Hilfe und der finanziellen Unterstützung vieler Menschen, können wir unsere ehrenamtliche Arbeit in Selbsthilfeverein und Stiftung fortsetzen.

Gefreut haben wir uns auch über das Kommen von Bürgermeister Herbert Unger von der Stadt Florstadt, Edda Weber vom Wetteraukreis und über das Glückwunschschreiben vom Präsidenten des Hessischen Landtages, Norbert Kartmann. Alle haben unser ehrenamtliches Engagement mit einer Geldspende unterstützt.

Seit Jahren bemühen wir uns um ergänzende alternative Behandlungsverfahren, da die lebenslange Einnahme von Medikamenten zur Behandlung der Parkinsonkrankheit zu Nebenwirkungen und Wirkungsverlusten führen kann. Als Gast-redner konnte der erfahrene Heilpraktiker Dr. Ac Claus-Peter Neumann aus München gewonnen werden. Er ist ein Experte auf dem Gebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TDM), den Anwendungsmöglichkeiten der Akupunktur und besitzt langjährige Erfahrung in der Behandlung Parkinsonkranker. In seinem Vortrag ging er allgemein auf die von der westlichen Medizin abweichende Sichtweise der TCM ein. Danach wird Krankheit und Gesundheit nach ganzheitlichen und energetischen Gesichtspunkten be-trachtet und behandelt und viel Wert auf Vorsorge gelegt. Am Anfang seiner Be-handlung findet eine umfangreiche Aufklärung, Befragung und Untersuchung u.a. mit Pulsdiagnose statt. Da ein ungestörter Energiefluß in der TCM für gesunde Körperfunktionen steht, wird nach Störfeldern wie Zahnherden gesucht. Schwermetallausleitungen, Ernährungsumstellungen und Kräuterbehandlungen gehören bei Bedarf zur Therapie bzw. sind die Vorbereitung für verschiedene Möglichkeiten der Akupunktur. Spricht ein Parkinsonkranker gut auf die Ohr-Akupunktur an, können Implantatnadeln aus chirurgischem Titan neuerdings auch aus resorbierbarem Material (Resomer®) gesetzt werden. Letztere lösen sich nach knapp zwei Jahren wieder auf. Die Akupunkturpunkte werden dokumentiert und der Patient erhält einen Arztbericht. Bei Bedarf gibt es eine Nachbetreuung. C. Neumann hat 49 sei-ner mit Titannadeln behandelten Parkinsonpatienten nachuntersucht bzw. befragt. Rund 70 % seiner Patienten berichten von einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität bezogen auf Symptome wie Beweglichkeit, Zittern und Versteifungen. In Einzelfällen konnten sogar Medikamente reduziert werden. Neumann ging auf Fragen der Zuhörer ein. Am Nachmittag nahm er sich die Zeit für Einzelgespräche und die Pulsdiag-nose. Erreichbar ist C. Neumann über:

Telefon: 089 / 301 389
e-mail: cp@chi-diagnose.de
Internet:
www.chi-diagnose.de

Mit Mittagessen und Kaffee und Kuchen begann der gemütliche Teil. Wie immer wurde der wichtige Jahrestermin für Parkinsonkranke zum Erfahrungsaus-tausch sowie zum Kennenlernen untereinander und des SCHNECKENHAUSES genutzt.

Bezeichnung Format Download auf Ihren Computer Bitte auf untenstehenden Dateinamen klicken
SCHNECKENPOST Nr. 4 PDF sp0407.pdf [973 KB]

Absenderangaben der Hilde-Ulrichs-Stiftung:

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen e.V.
Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen

Unsere Stiftung ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar sind
Spendenkonto der Stiftung: 10 270 777 88 – Sparkasse Oberhessen - BLZ: 518 500 79
IBAN: DE05 5185 0079 1027 0777 88 SWIFT-BIC: HELADEF1FRI