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Vor allem nach längerer Medikamenteneinnahme kann die richtige Wirkstoffauswahl und Festlegung der Einnahmemengen und -zeiten immer komplizierter und schwieriger werden. Die Folge können eine Verschlechterung der Krankheitssymptome und Nebenwirkungen der Medikamente sein. Wenn das Krankheitsgeschehen auf diesem Weg nicht mehr beherrschbar ist und alle eigenen Möglichkeiten im Umgang mit der Krankheit ausgeschöpft sind kann eine Hirnoperation eine neue Chance sein, die Lebensqualität zu verbessern. Vor einer solchen Operation sollte der Patient zusammen mit seinem Arzt kritisch die möglichen Vor- und Nachteile einer solchen mehrstündigen Hirnoperation abwägen. Durch eine Hirnoperation wird die Patientenversorgung noch schwieriger, da weitere "äußere" Einflüsse hinzukommen ! Von Zeit zu Zeit muß oder sollte der Impulsgeber überprüft werden. Nicht selten sind Veränderungen der elektronischen Einstellung erforderlich, die auch wieder zu Medikamentenneuanpassungen führen können. U.a. deshalb sollte sehr kritisch abgewogen werden, ob alle anderen - vor allem die EIGENEN - Möglichkeiten voll ausgeschöpft sind. Die Hirnoperation sollte wirklich nur bei ganz extremen Krankheitssituationen in Erwägung gezogen werden.
Dabei ist zu beachten daß der Patient z.B. an keiner Parkinson-Sonderform wie Multiple System Atrophie (MSA) leidet und auch noch diszipliniert genug ist, mit dem zusätzlichen Behandlungsaufwand klar zu kommen !

Nachfolgend weitere Informationsmöglichkeiten über: www.neuromodulation.at

In seltenen Fällen kann es notwendig sein, die Hirnoperation wieder "rückgängig" (Elektroden im Gehirng werden nur abgeschaltet und normalerweise nicht entfernt!). Bitte auch dann hoffnungsvoll in die Zukunft sehen ! Abgesehen davon, dass mit der Dauereinnahme von L-Dopa bzw. Apomorphin (ähnlich gut wie L-Dopa wirkende Substanz) über entsprechende Pumpensysteme mögliche alternative medikamentöse Behanldungsmöglichkeiten bleiben, kennen wir eine Parkinsonpatientin persönlich, der es nach 20 Jahren Parkinson und Hirnoperation nach Abschalten des Stimulators (war wg. nicht zuheilender Kabeleintrittsstelle ins Gehirn aus medizinischen Gründen notwendig) wieder besser geht als vor der Operation!!!

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Wir bemühen uns als Parkinsonkranke um sachliche Information und Aufklärung!  Wie beim "LOTTO" sind alle Angaben "ohne Gewähr"! Wichtigstes Ziel ist die Förderung von Eigenverantwortung und Fachkompetenz der Patienten!

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