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Von A-Z
PATIENTEN-INFO-CENTER | Diagnose | Computertomographie (CT)
Bild: Wie diese CT-Aufnahme gut zeigt, dient dieses Diagnoseverfahren nicht dazu "Parkinson" festzustellen, sondern nur dazu andere Krankheitsursachen zu bestätigen oder auszuschließen!
Der Computertomograph (CT) ist ein hochauflösendes Röntgengerät, mit dem Schichtaufnahmen des Körpers gemacht werden können.
Die Computertomografie (CT) gehört zu den radiologischen Untersuchungen (Röntgenuntersuchung) und liefert ein digitales Schnittbild eines ausgewählten Körperteils (Computertomogramm). Sie wird in allen Körperregionen zur Darstellung und Beurteilung verschiedenster krankhafter Veränderungen angewendet. Bei vielen computertomografischen Untersuchungen werden jodhaltige Kontrastmittel intravenös verabreicht.
Zur Durchführung einer Röntgenuntersuchung bedarf es eines Geräts, das die Röntgenstrahlen erzeugt, durch die zu untersuchende Körperregion schickt und das Strahlungsrelief nach Austritt der Strahlen aus dem Körper aufzeichnet. Im Unterschied zur normalen Röntgenuntersuchung wird bei der CT-Untersuchung nicht ein einfaches Schattenbild, sondern ein Schnittbild des betreffenden Körperteils erstellt. Der Computertomograf besteht aus einer rotierenden Röntgenröhre und einem Detektorring.
Die Röntgenquelle rotiert bei der Aufnahme um das ausgewählte Körperteil (zum Beispiel um den Bauchraum) des Patienten, während die gegenüberliegenden Röntgendetektoren die durch die Organstrukturen des Patienten mehr (Knochen, Kontrastmittel) oder weniger (Weichteile) abgeschwächten Röntgenstrahlen erfassen.
Die aufgezeichneten Röntgenstrahlen werden in digitale Daten umgewandelt und in einen Rechner zur Bildbearbeitung eingespeist. Aus der Resorptionsanalyse der Strahlung errechnet der Computer ein Profil mit Flächen hoher Dichte (Knochen und Kontrastmittel, in der Darstellung weiß) und Flächen geringer Dichte (Weichteile, in der Darstellung grau bis schwarz). Das Ergebnis ist eine zwei- oder dreidimensionale Bildrekonstruktion auf einem Computerbildschirm und entspricht einem anatomischen Querschnitt.
Durch die Stärke der Strahlung, aber auch durch die Veränderung des Berechnungsalgorithmus können je nach Untersuchungszweck verschiedene Kontraststeigerungen erzielt werden. Die zur Untersuchung erforderliche Strahlendosis hängt davon ab, welcher Körperteil bzw. welches Organ untersucht werden soll. Je dünner die Schicht einer Aufnahme, desto höher muss zur Erreichung einer genügenden Bildqualität die eingesetzte Strahlung sein. Die Computertomografie stellt Körperstrukturen überlagerungsfrei dar, welche auf einem einfachen Röntgenbild aufgrund ihrer geringen Dichteunterschiede keine verwertbaren Strukturen ergeben - beispielsweise das Gehirn oder das Innere der Bauchorgane.
Die CT findet Anwendung vor allem bei:
Gehirnuntersuchungen
Untersuchungen von Organen im Brustraum und im Bauchbereich
Untersuchungen zur Stadieneinteilung von Tumoren (Tumorklassifikation oder "Staging", Krebsdiagnose)
Darstellungen des Bewegungsapparates
Darstellungen von Knochen und Skelett, auch der Zähne: Die CT kann auch im Rahmen der Diagnosestellung von Osteoporose zur Knochendichtemessung eingesetzt werden (Osteodensitometrie).
Eine spezielle Vorbereitung des Patienten ist nicht erforderlich. Da man bei der Untersuchung ruhig liegen muss, wird in seltenen Fällen (insbesondere bei Kleinkindern) die Verabreichung eines Beruhigungsmittels notwendig. Zur Durchführung der CT wird der Patient auf einen speziellen Untersuchungstisch gelegt, der eine millimetergenaue Verschiebung des Körpers ermöglicht. Der Computertomograf sieht aus wie ein überdimensionales (im Vergleich zum Magnetresonanztomograf sehr kurzes) "Backrohr", in das der Patient geschoben wird.
Im Inneren des Computertomografen dreht sich eine Röntgenröhre quer zur Längsachse um den Patienten, dessen Körper während der Aufnahme vorgeschoben wird. Der Patient muss dabei ruhig liegen und bekommt bei der Untersuchung - insbesondere der Organe im Brust- oder im Bauchraum - Anweisungen zum Ein- oder Ausatmen, manchmal muss der Atem für ca. eine halbe Minute angehalten werden.
Die CT dauert wenige Minuten. Die Dauer einer Rotationsphase der Röntgenquelle beträgt 0,5 bis 3 Sekunden, das dabei erzeugte Schnittbild hat eine Dicke von 1 bis 10 Millimetern. So kann beispielsweise das gesamte Gehirn innerhalb einer Untersuchung von 2 bis 3 Minuten dargestellt werden.
Kontrastmittel-CT
Die Verwendung von Kontrastmitteln bei einer Computertomografie erhöht die Aussagekraft der Darstellung von Organen. Im Normalfall werden 60 bis 120 Milliliter Kontrastmittel intravenös injiziert. Darüber hinaus wird bei der Untersuchungen im Bauchbereich auch Kontrastmittel oral bzw. rektal verabreicht. Bei der Untersuchung der weiblichen Unterbauchorgane ist manchmal auch das Einführen eines Scheidentampons notwendig.
Spiral-CT
Bei dieser mittlerweile als Standard anzusehenden Technik der Spiral-CT wird der ganze Untersuchungstisch mit dem Patienten kontinuierlich durch den rotierenden Röntgenstrahl bewegt, wodurch sich eine spiralförmig aufgezeichnete, dreidimensionale Information ergibt. Im Vergleich zur früher üblichen schrittweisen Untersuchungstechnik gewährleistet dies eine Verbesserung der Genauigkeit und Geschwindigkeit der Untersuchung, zwei- und dreidimensionale Darstellungen werden wesentlich verbessert. Die modernsten CT-Geräte sind anstatt mit einem Detektorring mit 4 bis 64 Detektorringen ausgestattet, was die Anfertigng einer gleichen Anzahl von Schichten bei einer einzigen Röhrenumdrehung erlaubt und somit zu einer weiteren Beschleunigung und Bildqualitätsverbesserung führt.
Die Computertomografie benötigt im Vergleich zur einfachen Röntgenuntersuchung eine relativ hohe Strahlendosis, beispielsweise benötigt eine CT-Untersuchung des Brustraums etwa 40 bis 400 mal höhere Dosis als die einer einfachen Röntgenuntersuchung. Verglichen mit der Strahlenbelastung aus natürlichen Quellen entspricht eine Thorax-CT der natürlichen Strahlenbelastung von gut einem Jahr, während ein einfaches Thoraxröntgen der Strahlenelastung einiger weniger Tage entspricht. Die Durchführung einer CT sollte daher genau überlegt sein und einen sinnvollen diagnostischen Wert haben. Für manche Untersuchungen wird inzwischen die Magnetresonanz-Tomographie bevorzugt.
Aufgrund der ionisierenden Strahlung ist eine CT während der Schwangerschaft nur dann durchzuführen, wenn dies unbedingt nötig ist.
Entsprechend dem derzeitigen Stand der Wissenschaft gibt es keinen Schwellenwert, unterhalb dessen eine Schädigung durch Röntgenstrahlen ausgeschlossen werden kann. Mit anderen Worten: Es kann sich möglicherweise bereits eine geringe Bestrahlung in späterer Folge schädigend auswirken. Deshalb geht man von der vorsichtigen Annahme aus, dass jede Röntgenuntersuchung und daher auch die Computertomografie im Prinzip die Gefahr einer Zellveränderung (genetische Mutation) und das Risiko einer Entwicklung von bösartigen Tumoren steigert. Allerdings ist die statistische Wahrscheinlichkeit dafür umso geringer, je kleiner die empfangene Strahlendosis ist und die liegt bei den im Rahmen der Röntgendiagnostik in einem Bereich, in dem die wissenschaftliche Nachweisbarkeit bzw. Größenbestimmung eines Effektes sehr schwierig ist.
Nicht genau bekannt ist, ob die Auswirkungen von Röntgenstrahlen durch den menschlichen Organismus wieder ausgeglichen werden können. Die von den meisten Regierungen verordneten Strahlenschutzgesetze sollen dabei helfen, die Menschen vor einer unnötigen Strahlenbelastung zu schützen.
Röntgenstrahlen wirken durch die auf atomarer Ebene abgegebene Energie schädigend auf organisches Gewebe. Die Energie der Röntgenstrahlen und damit ihre Durchdringungskraft, also auch die Schädlichkeit, nimmt mit größerem Abstand von der Röntgenquelle zunehmend ab. Es kann aber schon durch kurze oder schwache Bestrahlung zu Veränderungen in den Zellen kommen, die dazu beitragen können, dass Krebs entsteht oder dass eine erhöhte Krebsanfälligkeit weitervererbt wird. Jede Röntgenuntersuchung steigert im Prinzip die Gefahr einer Zellveränderung (genetische Mutation) und einer Entwicklung von bösartigen Tumoren. Dies kann prinzipiell auf drei Arten erfolgen:
Erhöhung des Krebsrisikos
Schädigung des Erbguts
Unmittelbare Organschädigung (bei höheren Strahlendosen)
Strahlendosis
Entsprechend den Schätzungen der "Internationalen Strahlenschutzkommission" liegt das Risiko, nach einer Strahlenexposition im Laufe des weiteren Lebens eine tödliche Krebserkrankung zu erleiden, bei etwa 5 Prozent pro Sievert (= Strahlendosis-Einheit. Dies gilt für Personen um die 20 Jahre, bei Kindern beträgt dieser Wert 10 bis 20 Prozent, bei älteren Menschen fällt er unter 1 Prozent, da jüngere Organismen empfindlicher sind als ältere).
Zum Vergleich: die typische Strahlendosis einer Computertomografie des Bauchraumes (eine der Untersuchungen mit relativ hoher Strahlendosis) liegt bei 10 bis 20 Millisievert, die eines Lungenröntgens bei 0,05 Millisievert.
Es liegt dennoch im Interesse des Patienten, dass unnötige Röntgenuntersuchungen möglichst vermieden werden. Daher werden Röntgenuntersuchungen richtigerweise nur dann eingesetzt, wenn der Nutzen zu unmittelbaren Diagnose bei einer möglichen Erkrankung insgesamt höher eingeschätzt wird als das langfristige Risiko.
Für den untersuchten Patienten ist es empfehlenswert, die gemachten CT-Aufnahmen aufzubewahren. Es ist möglich, dass eine Wiederholungsuntersuchung z.B. nach einem Arztwechsel damit vermieden werden kann. Außerdem steigt die Diagnosesicherheit, wenn der Röntgenarzt frühere Aufnahmen zum Vergleich zur Verfügung hat.
Kontrastmittel-Überempfindlichkeit
Bei einer Kontraströntgenuntersuchung kann in seltenen Fällen eine Überempfindlichkeit (manchmal nicht ganz korrekt als "Kontrastmittel-Allergie" bezeichnet) auftreten, die sich durch Brechreiz und Übelkeit, manchmal auch Atemnot und Auftreten eines Hautausschlages äußert. Solche Nebenwirkungen können unabhängig von der eingesetzten Dosis extrem selten auch mit lebensbedrohlichen Beschwerden wie Kreislaufkollaps (bis hin zum Herzstillstand) auftreten.
Risikopatienten (mit Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen) erhalten eine möglichst geringe Kontrastmitteldosierung und dies nur dann, wenn die Untersuchung unbedingt erforderlich ist.
Schilddrüsen-Funktionsstörungen. Das üblicherweise in Kontrastmitteln vorhandene Jod kann bei Patienten mit Neigung zu Schilddrüsenüberfunktion zu einer Störung des Schilddrüsenstoffwechsels führen. Falls eine Kontrastmitteluntersuchung trotzdem unbedingt notwendig sein sollte, müssen die Schilddrüsenwerte kontrolliert und gegebenenfalls Medikamente verabreicht werden. Bei Patienten mit anderen Schilddrüsenproblemen (Kropf mit normaler Schilddrüsenfunktion,Schilddrüsenunterfunktion) ist die Anwendung von jodhaltigen Kontrastmitteln im allgemeinen problemlos.
Auch eine Einschränkung der Nierenfunktion als Folge der Injektion von Kontrastmitteln ist möglich. Es ist empfehlenswert, nach einer solchen Untersuchung als Ausgleich möglichst viel Flüssigkeit zu trinken. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion gibt es genaue Vorschriften zur Benutzung von intravenösen Kontrastmitteln bei radiologischen Untersuchungen.
Gleichzeitiges Vorliegen von Diabetes erhöht das Risiko einer kontrastmittelbedingten Nierenfunktionsstörung. Die gleichzeitige Anwendung bestimmter blutzuckersenkender Medikamente mit intravenös verabreichtem Kontrastmittel kann insbesondere beim gleichzeitigen Vorliegen einer Nierenfunktionsstörung zu einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleistung, der sogenannten Laktatazidose führen. Dies ist bei Medikamenten mit dem Wirkstoff Metformin der Fall.
Bei bestimmten Bluterkrankungen, die zu einer Nierenfunktionsstörung führen können (Paraproteinämie, Multiples Myelom oder Knochenmarktumoren) ist eine zusätzliche Belastung durch Kontrastmittelröntgen zu vermeiden.
Wir bemühen uns als Parkinsonkranke um sachliche Information und Aufklärung! Wie beim "LOTTO" sind alle Angaben "ohne Gewähr"! Wichtigstes Ziel ist die Förderung von Eigenverantwortung und Fachkompetenz der Patienten!
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