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PATIENTEN-INFO-CENTER | Diagnose | Magnetresonanz-Tomografie (MRT)

Bild: Vorbereitungen für MRT-Aufnahme.

Die Magnetresonanz-Tomografie (MRT) oder Kernspin-Tomografie (Nuclear Magnetic Resonance, NMR) ist ein computergestütztes bildgebendes Diagnoseverfahren, wobei jedoch nicht ionisierende Strahlen verwendet werden, sondern ein Magnetfeld. Der Vorteil dieser Untersuchung liegt in der detailreichen Abbildung von Weichteilen. Die MRT liefert kontrastreiche Schnittbilder von Körperorganen, die eine spezifischere Diagnose erlauben als die Computertomographie (CT) und zudem den Vorteil hat, dass keine Belastung durch Röntgenstrahlung auftritt.
Grundlage dieser Untersuchungstechnik ist das Prinzip der Kernspinresonanz, nach dem Atomkerne, die in ein Magnetfeld gebracht werden, elektromagnetische Schwingungen abgeben. Wird Körpergewebe in ein Magnetfeld hoher Feldstärke gebracht, dann richten sich die Atome (vor allem die im Organismus häufig vorkommenden Wasserstoffatome) nach einer bestimmten Regelmäßigkeit aus. Je nach der molekularen Umgebung, in welche die Atome eingebettet sind, unterscheidet sich die dabei abgegebene Schwingung, die gemessen werden kann und eine Gewebedifferenzierung erlaubt. Dazu wird das atomare Resonanzsignal (Frequenz- und Phaseninformationen) in digitale Daten umgewandelt und in einen Rechner zur Bildbearbeitung eingespeist.
Das Bild erscheint auf einem Bildschirm. Gewebeart, Blutfluss und Diffusionsvorgänge haben bei diesem Verfahren Einfluss auf die computergestützte Bildrekonstruktion. Es eignet sich daher auch dazu, bestimmte Prozesse im Körperinneren sichtbar zu machen. Diese Technik liefert kontrastreiche und detaillierte Bilder des Körperinneren, vor allem von Weichteilen und Gefäßen.
Die MRT findet Anwendung vor allem bei:
Untersuchungen des Gehirns, des Rückenmarks und des Zentralnervensystems
Untersuchung von Weichteilen wie Knorpeln, aber auch von Tumoren
Untersuchung der größeren Blutgefäße im gesamten Körper
Eine spezielle Vorbereitung des Patienten ist nicht erforderlich. Zur Durchführung der MRT wird der Patient auf einen speziellen Untersuchungstisch gelegt. Das Gerät ähnelt einem Computertomografen und sieht aus wie ein überdimensionales Backrohr, in das der Patient geschoben wird.
Die MRT dauert länger als eine Computertomografie, je nach Untersuchung 20 bis 45 Minuten. Der Patient befindet sich in der engen Röhre und muss bewegungslos liegen. Für die Aufzeichnung erfolgen durch so genannte Gradientenspulen lokale Änderungen des Magnetfeldes. Die dazu notwendigen Schaltvorgänge erzeugen ein lautes Geräusch. Aufgrund dieses anhaltenden Geräuschs und der Länge der Untersuchung wird die MRT manchmal als unangenehm empfunden. Es kann sein, dass ältere und nervöse Patienten vor der MRT-Untersuchung ein Beruhigungsmittel verabreicht bekommen.
Die Verwendung von Kontrastmitteln bei einer MRT erhöht die Aussagekraft der Darstellung von Organen. Im Normalfall werden 10 bis 15 Milliliter (0,2 ml/kg Körpergewicht) Kontrastmittel intravenös injiziert. Das dabei verwendete Kontrastmittel auf der Grundlage von Schwermetall (Gadolinium) ruft im Gegensatz zu anderen Röntgenkontrastmitteln nur in extrem seltenen Fällen eine Überempfindlichkeits-Reaktion hervor, auch Nierenfunktionsstörungen sind praktisch ausgeschlossen.
Ein starkes Magnetfeld wirkt auf Metallteile, die durch elektromagnetische Schwingungen zum Teil stark erhitzt werden. Patienten mit einem Herzschrittmacher oder anderen Implantaten mit Metallanteilen (manche chirurgische Clips) dürfen daher nicht mit MRT untersucht werden.

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