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Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.

Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V. | Vereins-Info |SCHNECKENPOST Nr. 3 | März 2007

Aktivitäten von „Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.“ …


Treffen zum 11. Welt-Parkinson-Tag
Wie jedes Jahr, nutzen wir diesen Termin zur Information, zum Erfahrungsaustausch und zur Aufklärung sowie zum Öffentlichmachen unserer Anliegen. Deshalb laden wir am Samstag, den 14. April 2007 von 11.00 bis 17.00 Uhr zum „Tag der offenen Tür“ ins SCHNECKEN-HAUS ein. Für diesen Tag konnten wir den Heilpraktiker Dr. Ac Claus-Peter Neumann aus München für einen Vortrag gewinnen. Er verfügt u.a. mit der Implantatohrakupunktur über viel Erfahrung bei der Behandlung von Parkinsonkranken. Zusätzlich haben wir einen besonderen Grund zum Feiern - unsere Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung wird 10 Jahre alt!

10 Jahre Regionaltreffen
Am 6. März 1997 fand das erste Treffen von Parkinsonkranken und deren Angehörigen aus der Region Wetterau statt. Mangels eigener Räumlichkeiten nutzten wir das benachbarte evangelische Gemeinde-zentrum. Seit Oktober 1999 finden diese regelmäßigen Veranstaltungen am 1. Mittwoch im Monat im eigenen Multifunktionsraum des SCHNECKENHAUSES statt.

Mitgliederversammlung
Am 15. Dezember 2006 trafen sich Vereinsmitglieder im SCHNECKENHAUS zur Jahreshauptversammlung. Der Kassenbericht von Roland Bunzenthal für das Jahr 2005/2006 fiel erfreulich aus. Durch Senkung der Ausgaben und leichte Steigerung der Spenden, der wichtigsten Einnahmemöglichkeit, konnte erstmals eine kleine finanzielle Rücklage gebildet werden. Nach Entlastung des Vorstandes fanden Neuwahlen statt. Neu- bzw. wiedergewählt wurden Hermann Terweiden, Florstadt, 1. Vorsitzender, Wolfgang Bornemann, Gronau, stellv. Vorsitzender, Roland Bunzenthal, Frankfurt, Kassierer, Gisela Steinert, Sulzbach, Schriftführerin sowie als Beisitzer Ursula Brieke-Brinkmann, Dortmund, Heide Cuntz, Florstadt und Herbert Fröbel, Nidda.

5. FSR-/TUINA-Informationsveranstal-tung im SCHNECKENHAUS
Am 18. November 2006 trafen sich 20 Parkinsonkranke, Angehörige und Therapeuten zum Erfahrungsaustausch dieser nichtmedikamentösen Behandlungsmethode.

Im Mittelpunkt ihres Behandlungsweges steht nicht die übliche Medikamenten-einnahme sondern die „Forceless Spontaneous Release“-Methode. Mit der kurz FSR genannten Heilbehandlung ver-suchen sie die lebenseinschränkenden Krankheitssymptome von Morbus Parkin-son in den Griff zu bekommen und stre-ben damit sogar eine Wiedergenesung an. Die FSR-Methode wurde Mitte der 90er Jahre von Janice Walton-Hadlock aus Santa Cruz in Kalifornien speziell für die Behandlung von Parkinson-kranken entwickelt.
Mit diesem Behandlungsverfahren werden Blockaden, Funktionsstörungen und andere Unregelmäßigkeiten, die den Energiefluß im Körper behindern, aufge-spürt und danach beseitigt. Haupt-augenmerk gilt dem Magenmeridian, dessen Energieübertragung bei Parkin-sonkranken besonders gestört ist. Die rund einstündige Behandlung im Liegen empfinden die Patienten als wohltuend und stärkend. Vor allem in den ersten Wochen oder Monaten kann es aber auch zur Verstärkung und Verlagerung der Krankheitssymptome kommen. Häufig berichten Patienten über große Müdigkeit, Schmerzzustände, Hautaus-schläge oder Reaktionen längst ver-gessener Verletzungen. Erst nach und nach setzen spürbare Genesungs-prozesse ein, die sich durch ein besseres Allgemeinbefinden und ein Nachlassen der Krankheitssymptome bemerkbar machen.

Die wichtigsten Grundlagen der FSR-Behandlung wurden anfangs von der asiatischen Massage-Form TUINA abgeleitet. Mittlerweile ist die Methode erweitert und durch zusätzliche Elemente verstärkt worden. Da Parkinsonkranke u.a. an einem Mangel des Nerven-botenstoffes Dopamin leiden, soll z.B. durch eine Veränderung der Lebens-einstellung dieses krankmachende Defizit verringert werden. So fördern positive Einstellung und gute Gedanken die na-türliche Freisetzung des Glückshormons „Dopamin“. Angst, Ärger, Sorge, Selbst-mitleid und andere herunterziehende Angewohnheiten/Verhalten sollen redu-ziert bzw. vermieden werden. Diese negativen Einflüsse fördern die Aus-schüttung des Steßhormones „Adre-nalin“, das der Dopaminbildung entge-genwirkt. Seit gut einem Jahr wird vermehrt mit Visualisierungsübungen gearbeitet, die die Behandlungswirkung verbessern. Neben dem Auflegen der Hände auf bestimmte Körperregionen, fördert der Therapeut die Vorstellungskraft des Patienten, in seinen Körper hineinzuschauen und selbst spie-lerisch und schrittweise Veränderungen vorzunehmen.
Lange Zeit waren die deutschen FSR-Anwender auf Therapeutenunterstütz-ung, Methodenverbesserungen und Er-folgsmeldungen von weitestgehend be-schwerdefreien Patienten aus Amerika angewiesen. Mittlerweile gibt es in Eng-land, den Niederlanden und vor allem in Deutschland eine Reihe weiterer Informations- und FSR-Therapiemöglich-keiten. Die deutschen „Motoren“ dieser Therapieform sind die Heilpraktikerinnen Brigitte Welle aus Radolfzell und Gertrud Werstein aus Heidelberg. Sie verfügen über mehrjährige FSR-Erfahrung und stehen in engem Kontakt mit Janice Walton-Hadlock vom „Parkinson Reco-very Project“ in Amerika. Mit nun schon der 5. FSR-Informationsveranstaltung seit März 2004 im SCHNECKENHAUS versuchen wir, diese nichtmedikamen-töse Behandlungsmethode bekannter zu machen. Die FSR-Behandlung eignet sich am Besten für Patienten, die neu diagnostiziert sind und/oder bewusst keine Parkinsonmedikamente einnehmen
wollen. So haben zumindest Neuer-krankte die sich bewußt für die FSR-Behandlung entscheiden, die Chance, ganz auf die lebenslange Einnahme von Parkinsonmedikamenten zu verzichten bzw. den Einnahmebeginn mit der Gefahr belastender Nebenwirkungen hinauszuschieben. Bisher waren insge-samt 20 deutsche FSR-Patienten im SCHNECKENHAUS. Davon haben 12 Patienten die FSR-Behandlung nach wenigen Monaten bzw. rund 2 Jahren abgebrochen und mit der Einnahme von Parkinsonmedikamenten begonnen. Für 8 Patienten ist die FSR-Methode ohne Parkinsonmedikamente nach wie vor die zentrale Therapie. Davon haben 2 Patienten mit 1 Jahr die kürzeste Behandlungsdauer. Die restlichen 6 Par-kinsonkranken gehen ihren Weg nun schon 3 Jahre und mehr mit Hilfe der FSR-Methode.
Nach kritischer Betrachtung läßt sich bis jetzt sagen, dass 2 Patienten es ge-schafft haben weitestgehend zu gene-sen. Einer davon ist eine pensionierte Lehrerin, die zu Beginn ihrer Erkrankung sogar Medikamente einnahm. Bei dem Zweiten handelt es sich um einen 42-jährigen Universitätsprofessor, der wieder voll arbeitsfähig ist, aber noch leichte Einschränkungen wie ein etwas auffälliges Gangbild hat. Beide benötigen die 1 ½ Stunden dauernde FSR-Be-handlung nicht mehr jede Woche son-dern nur noch bei Bedarf!

Internet: www.pdtreatment.com
www.pdrecovery.org



Aktivitäten der „Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung“ …

10 Jahre Hilde-Ulrichs-Stiftung
Am 11. April 1997 gründete ich, Hermann Terweiden, eine Stiftung, die speziell die Parkinsonforschung fördern sollte. Der Anstoß dazu kam von der Politik und von meiner schwerstkranken Partnerin und Mitstreiterin, Hilde Ulrichs. An diesem Tag wurde von der Politik der 1. Welt-Parkinson-Tag ausgerufen. Wir Patienten hatten dadurch erstmals einen Tag im Jahr, an dem wir unsere Anliegen leichter öffentlich machen konnten! Als Parkinsonkranker wollte ich mit der Stiftungsgründung an diesem wichtigen Termin ein positives Signal setzen: einerseits um Hilde mit der Namensge-

bung zu motivieren, trotz schwierigster Krankheits-, Wohn- und Finanzsituation weiter durchzuhalten - andererseits um Parkinsonkranken selbst die Möglichkeit zu geben, die Forschung zu fördern und in ihrem Sinne zu beeinflussen.
Hilde Ulrichs, die an der schwer behan-delbaren Multiplen-System-Atrophie (MSA) litt, verstarb kurze Zeit darauf friedlich am 21. Mai 1997 in häuslicher Umgebung, im noch sehr unvollendeten SCHNECKENHAUS. Gemeinsam mit anderen hatten wir 1994 den ge-meinnützigen Verein Parkinson-Selbst-hilfe Schneckenhaus e.V. gegründet und über diesen ein altes Fachwerkhaus erworben, um es zum krankheitsge-rechten Parkinson-Wohnmodell auszu-bauen.
Mit privaten 10.000 DM aus meiner Firmenabfindung als Mindest-Startkapital und der persönlichen Verpflichtung 10 Jahre lang jährlich 2.000 DM Preisgeld zur Verfügung zu stellen, war die zuständige Behörde bereit, die Stiftung „termingerecht“ zu genehmigen. 10 Jahre später sieht die finanzielle Bilanz erfreulich aus. Dank großer und kleiner Spenden von Geburtstagen, Todesfällen, Benefizveranstaltungen und Förderbei-trägen, konnte das Stiftungsvermögen mittlerweile auf rd. 65.000 € „angespart“, rd. 46.000 € wurden zur Forschungs-förderung ausgezahlt.
Die Stiftungsaktivitäten können sich sehen lassen. 17 Projekte wurden finan-ziell unterstützt, z.B. die Suche mög-licher Umweltfaktoren als Krankheitsur-sache durch den Toxikologen Prof. Wolf in Ulm. Zusätzlich halfen Stiftungsbeiräte bei der Ausrichtung von 3 Patienten-kongreßen in der Rhön und in Hildesheim. Unser Stiftungsvorsitzender Michael Kelly, Frankfurt flog auf eigene Kosten zum 1. Welt-Parkinson-Kongreß in Amerika und überbrachte uns allen neueste Forschungsinformationen. Auch verfasste er als Patient eigene Beiträge z.B. über die zentrale Behandlungsfrage „L-Dopa oder Agonisten“.
Verein und Stiftung haben neuen Behandlungsmöglichkeiten wie ZEPTOR-Training und anderen nichtmedikamen-tösen Behandlungsverfahren mit Praxis-erprobung, Vorträgen und Seminaren im SCHNECKENHAUS eine Plattform ge-geben.
Schließlich gingen von 5 Stiftungsver-anstaltungen im Stadener Bürgerhaus hoffnungsvolle Impulse aus. Wir haben dabei Wissenschaftler mit Forschungs-preisen geehrt und deren Arbeit mit insgesamt 15.500 € Preisgeldern geför-dert. Gleichzeitig dankten wir mit dem undodierten Ehrenpreis Menschen, die sich besonders für Parkinsonkranke eingesetzt haben.
Unser großer Wunsch ist ein schulden-freies SCHNECKENHAUS, welches vor allem zur Erhöhung des Stiftungskapitals genutzt werden kann. Aus diesem Grund bitten wir vorrangig um Spenden, gerne gegen eine Bescheinigung für das Finanzamt, an unseren Trägerverein „Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.“ auf das Konto 89 263 107 bei der Volksbank Mittelhessen 513 900 00.

Stiftungsinfos im Internet siehe unter:
www.parkinsonweb.com



Buntgemischtes …

Implantatohrakupunktur FLUCH oder SEGEN ?

Unter diesem Motto lud Dr. med. Sandi Suwanda Patienten, Therapeuten und Vertreter des Implantat-Nadelherstellers (Fa. LAMETEC, Markneu-kirchen) am 10./11. Februar 2007 zu einer Informations- und Fortbildungs-veranstaltung mit Schwerpunkt der Parkinsonbehandlung in das Spital Zolligerberg in Zürich/Schweiz ein. Er betreibt eine eigene Akademie für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Spital Zollikerberg in Zürich, ist Chefarzt auf seinem Fachgebiet TCM an dieser 200-Betten-Klinik, zusätzlich Präsident der Assoziation Schweizer Ärztegesellschaften für Akupunktur und Chinesische Medizin sowie anerkannter Ausbilder. Im Spital Zolligerberg können Patienten aus allen Fachbereichen das Angebot der TCM nutzen; d.h. Schul-medizin und TCM ergänzen sich in dieser Klinik zum Wohle des Patienten!

Telefon: 044 397 21 11
Internet: www.spitalzollikerberg.ch

Es kamen rund 20 Therapeuten aus Eng-land, Deutschland und der Schweiz. Neben Heilpraktikern und Homöopathen waren eine ganze Reihe Mediziner ver-schiedener Fachrichtungen dabei. Da Patientenvertreter der schweizerischen Parkinsonvereinigung mit ihrem führen-den Schweizer Neurologen Prof. Ludin aus Termingründen nicht kommen konn-ten, nahmen aus Deutschland nur ein Restless-Legs-Patient und zwei Parkin-sonpatienten (einer davon ich, Hermann Terweiden) an der Veranstaltung teil.

Dr. Suwanda ging in seinem Einfüh-rungsvortrag auf die Behandlung der Parkinsonkrankheit aus Sicht der TCM ein. Lange vor James Parkinson (1755-1824) waren zumindest Einzelsymptome der Parkinsonkrankheit in China bekannt und wurden auch schon zielgerichtet be-handelt. Heute werden neben der medi-kamentösen Therapie an den 7 bedeu-tenden Universitätskliniken die TCM leh-ren und anwenden z.B. auch verschie-dene Akupunkturtechniken zur Parkin-sonbehandlung eingesetzt.
Dr. Suwanda stellte von diesen chinesi-schen Zentren neueste Erkenntnisse vor. Er zeigte SPECT-Aufnahmen (Single Photon Emission Computed Tomogra-phy). In diesem Fall wurden damit bildlich die dopamintransportierenden Zellen im Gehirn vor und nach Behandlung mit Elektro-Schädelakupunktur von 5 Par-kinsonpatienten nachgewiesen. Es konn-te damit – wenn auch, wegen der geringen Fallzahl statistisch nicht aus-sagekräftig – ein Anstieg der Dichte der dopamintransportierenden Zellen nach-gewiesen werden.
Ein weiteres Studienergebnis aus 2006 mit der „point-through-point“ Elektro-Schädelakupunktur wurde vorgestellt. 76 Parkinsonpatienten wurden randomisiert (zufällig ausgewählt) in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wurde nur mit der Schädelakupunktur, die zweite nur mit L-Dopapräparaten behandelt. Vor und nach der Therapie wurde die Superoxiddis-mutase (SOD) und die Lipidperoxidase (LPO) bestimmt. Beide Enzyme sind wichtige Radikalenfänger, die aufgrund einer angegriffenen Blut-Hirn-Schranke bei Parkinsonpatienten vermindert vor-kommen. SOD- und LPO-Spiegel ver-besserten sich in der mit Schädel-akupunktur behandelten Gruppe signifi-kant (Bezeichnung von Ergebnissen, bei denen es unwahrscheinlich ist, dass sie durch Zufall zustande kamen). Der Unterschied im Zuwachs in Bezug auf die Kontrollgruppe war ebenfalls signifikant Aufgrund eines verbesserten Schutzes des Gehirns vor freien Radikalen, ist mit einem langsameren Fortschreiten der Erkrankung und im günstigsten Fall auch mit einer Reduktion der Symptome zu rechnen!

Anschließend stellte Dr. Suwanda sein neues Therapiekonzept zur Behand-lung der Parkinsonkrankheit vor. An-ders als in der westlichen Medizin, wo Fachärzte nur für Teilbereiche des Kör-pers „zuständig“ sind, berücksichtigt die TCM den ganzen Menschen und kommt z.B. für die Diagnose ohne teure Geräte zu beachtlichen Ergebnissen.

Diagnoseverfahren von Dr. Suwanda:

● Da ein ungestörter Energiefluß in der TCM für gesunde Körperfunktionen steht, sucht Dr. Suwanda zuerst nach mar-kanten Störfeldern im Körper. Diese lie-gen zumeist im Kopfbereich. Mit der einen Hand hält er ein Röhrchen mit einem „Kontaktmedium“ (Procain ein Analgetikum) und fährt damit über einen Punkt etwas oberhalb zwischen den Augen, „Drittes Auge“ genannt. Mit der anderen Hand fühlt und beobachtet er Pulsveränderungen. In meinem Fall als für ihn unbekannte Testperson fand er ausgehend von diesem Fixpunkt spontan große Störfelder – meine Zähne! Bei geschlossenem Mund fand er bei mir mehrere entzündende Zähne! Er konnte mit seinem für mich wundersamen, Diagnoseverfahren sogar zwischen stärker und schwächer entzündeten Zähnen richtig unterscheiden! Für mich war es der letzte Anstoß, endlich mit der seit einem Jahr anstehenden Total-sanierung meiner Zähne zu beginnen (lt. Röntgenaufnahme vom Zahnarzt müssen mindestens 6 Zähne gezogen werden!). Für Dr. Suwanda kam ich für eine um-fassende Weiterbehandlung nach seinem neuen Therapiekonzept erst nach zahnärztlicher Behandlung meines „Zahngrundproblemes“ in Frage.
Es ist immer wieder zu beobachten, dass bei Erkältungen, Grippe usw. die Parkin-sonmedikamente nicht ihre volle Wir-kung entfalten. Die Symptome (Krank-heitsmerkmale) der Parkinsonkrankheit treten dann meist vorübergehend wieder stärker auf! Ähnliches ist auch von Infektionsherden im Mund- und Zahn-bereich anzunehmen. Wenn sie lange Zeit unbehandelt bleiben, besteht nicht nur die Gefahr von Herz- und Rheuma-erkrankungen, sie können sicherlich auch in Extremfällen wie bei Infektionskrank-heiten die Parkinsonmedikamentenwir-kung abschwächen.

● Nach der Störfeldsuche beginnt die eigentliche TCM-Diagnose. Dr. Suwanda’s Schwerpunkte bei Parkinson sind vor allem die Überprüfung von Leber-, Milz- und Nierenfunktion.

Therapieverfahren von Dr. Suwanda:
● Die TCM-Akupunktur an verschiedenen Körperpunkten mit üblichen Nadeln - für schmerzempfindliche Patienten nadellos mit rotem Laser – sowie die Wärme-behandlung (Moxibustion) werden als Behandlungsmöglichkeiten für allgemei-ne Beschwerden wie Schmerzen, Ver-spannungen, Verbesserung der Durch-blutung usw. eigesetzt. Zum allgemeinen Therapiekonzept gehören auch Ernäh-rungsanpassung (Diätetik), chinesische Osteopathie und aktive Bewegungs-therapien wie Qigong und Taiji, die unter Anleitung von Fachkräften vom Patienten erlernt und zu Hause fortgesetzt werden können.

● Die Schädelakupunktur mit herkömm-lichen Nadeln gehört zum speziellen Behandlungskozept, mit dem die eigene Dopaminproduktion und/oder -übertra-gung wieder auf natürliche Weise angeregt werden soll. Zur Verstärkung der äußeren Reize werden zusätzlich schwache Stromimpulse auf die Akupunkturnadeln gegeben.
Auch die Ohrakupunktur spielt im neuen Parkinson-Behandlungskonzept von Dr. Suwanda eine wichtige Rolle. Er sieht in den neu entwickelten Kunststoffnadeln der Fa. LAMETEC erweiterte Therapie-möglichkeiten gegenüber den herkömm-lichen Metallnadeln, die maximal wenige Tage bis Wochen im Ohr bleiben. Diese unter dem Namen TEMPLAX® gerade auf den Markt gekommenen sog. Templantate werden unter die Ohrhaut verbracht und lösen sich erst nach 15-20 Monaten auf. Sie sind aus resorbierbarem Kunststoff, wie er schon lange z.B. in der Orthopädie bei Knochenbrüchen (z.B. für Verschrau-bungen) verwendet wird. Nach jeder Impflantatnadelbehandlung werden die Akupunkturpunkte am Ohr per Digital-foto von Dr. Suwanda dokumentiert.

● Zumindest für die vorübergehende Verbesserung von Rigor- und auch Tre-morbeschwerden (Muskelversteifungen und Zittern) gehören sog. Tuina-Massagen zum Behandlungsprogramm. Fachkräfte aus Fernost lockern und ent-spannen die Muskulatur durch intensives und zum Teil sehr schnelles Schieben und Drücken.
Bei mir wurde versuchsweise das stärkere Zittern meiner rechten Hand behandelt. Ich empfand die Behandlung sehr ungewohnt aber wohltuend. Zumindest für diesen Tag war meine rechte Hand fast zitterfrei.

● Mit der chinesischen Phytotherapie (Behandlung mit Heilpflanzen bzw. Heilkräutern) stehen weitere Therapie-möglichkeiten zu Verfügung, die die Lebensqualität von Parkinsonkranken verbessern können. Relativ gut wirkende Mittel z.B. gegen Tremor (Zittern) sind allerdings tierischen Ursprungs. Hier sieht Dr. Suwanda aber Anwendungs-beschränkungen, da in unserem west-lichen Kulturkreis sich nicht jeder Patient mit chinesischen Heilmitteln z.B. von Skorpionen oder Raupen behandeln las-sen will!

● Großen Wert legt Dr. Suwanda neben einer gründlichen Anamnese (Vorge-schichte des Patienten) auch auf eine gute Therapiekontrolle, Kenntnisse über die Wirkungen/Nebenwirkungen der üblichen Parkinsonmedikamente und eine gute Zusammenarbeit mit dem behandelnden Allgemein- und/oder Facharzt. Deshalb empfiehlt er z.B. allen TCM-Therapeuten, vor und nach der Behandlung von Parkinsonpatienten, die Befindlichkeit bzw. den Krankheitsgrad nach der offiziell anerkannten UPDRS-Methode (Unified Parkinson Disease Rating Scale) zu erheben.

Ohrakupunktur mit Implantatdauernadeln
Am menschlichen Ohr sind rd. 200 energetische Reflexpunkte nach-weisbar, die mit verschiedenen Körper-regionen in Verbindung stehen. Bei einer Erkrankung kommt es zu Veränderungen einzelner Reflexzonen. Mittels punktge-nau gesetzter Implantate wird per Dauer-reiz versucht, diese zu regulieren und so positiven Einfluß auf das Krankheits-geschehen zu nehmen.
Dr. Werth aus Magdeburg hat die Implan-tat-Ohrakupunktur zwar als Erster ange-wendet, aber keine Systematik entwik-kelt. Durch mangelhafte Dokumentation der Behandlung, zuviel Implantate (bis zu 100 pro Ohr!), Nichtbeachtung von Therapiehindernissen (siehe unter Dr. Suwanda) und unseriöse Aussagen über eigene Behandlungserfolge brachte er sich und die Ohrakupunktur in Misskredit.

Umso erfreulicher aus Patientensicht war die Vorstellung d er Vorgehensweise von Heilpraktiker Claus-Peter Neumann aus München bei der Ohrakupunktur mit implantierten Titannadeln. Am Anfang seiner Behandlung steht eine umfang-reiche Aufklärung, Befragung und Unter-

suchung des Patienten. Von der Situation abhängig (z.B. weiter Anfahrtsweg) werden normalerweise über mehrere Sitzungen bei Parkinson bis zu 20 Nadeln pro Ohr implantiert, also maximal 40 Implantate; meistens weniger. Jeder behandelte Reflexpunkt wird doku-mentiert und die Patienten bei Bedarf auch nachbetreut. Neumann hat bei 49 bis jetzt nach diesem Verfahren behandelten Parkinsonpatienten erstaun-lich gute Ergebnisse erzielt. Nach Auswertung seiner Patientendaten, kommt es bei rd. 70 % seiner Patienten zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität. Dies bezieht sich auf Symptome wie Beweglichkeit, Tremor und Rigor – in Einzelfällen konnten auch Medikamente reduziert werden.

Telefon: 089 / 301 389
e-mail: cp@chi-diagnose.de
Internet: www.chi-diagnose.de

Mit Schulungsmaßnahmen für Therapeu-ten, der Bereitstellung von Unterlagen zur Therapie-Dokumentation und der Förderung von Anwendungsbeobachtungen bemüht sich der Nadelhersteller, die Fa. LAMETEC nur sachgerecht ar-beitende Therapeuten zu beliefern (Dr. Werth gehört nicht mehr dazu). Diese sind im internationalen Netzwerk für kontrollierte Implantatohrakupunktur INAURIS e.V. zusammengeschlossen.
Internet: www.inauris.com


Zum „FLUCH“ kann die Implantatohr-akupunktur meines Ermessens dann werden, wenn z.B.
● keine gründliche Anamnese gemacht wird
● kein Vortest mit Normalnadeln stattfindet, ob der Patient auf Akupunktur überhaupt anspricht
● alle Dauernadeln sofort implantiert werden
● zu viele Nadeln um den wirksamen Akupunkturpunkt herum implantiert werden (kann z.B. im Laufe der Zeit zu Störeinflüssen führen und sorgt auf alle Fälle für höhere Kosten!)
● Nadeln verwendet werden, die nicht aufgeraut sind (Gefahr des Herausfallens bzw. mittel- und langfristig von Positionsveränderungen)
● keine Thera-piedokumentation stattfindet
● mangel-hafte Nachbetreuung durch Akupunkteur und/oder Neurologen gegeben ist und z.B. bei guter Implantatwirkung die Parkinsonmedikamente nicht angepasst werden


Die Implantatakupunktur ist dann ein
„SEGEN“ wenn mit begleitenden Praxiserprobungen die Wirksamkeit und –dauer auf breiter Basis bestätigt wird (z.B. auch für andere neurologische Erkrankungen oder Schmerzen, Rauchen, Übergewicht)
● wenn Patient und Akupunkteur mit Normalnadeln oder Elektroakupunktur kritisch vortesten
● bei positiver Wirkung dann ohne großen Zeitdruck Akupunkturpunkt für Akupunkturpunkt in größeren Zeitabständen durch das Implantieren von Dauernadeln aus Titan oder Templantate aus Kunststoff „abarbeiten“
● Patient und Akupunkteur den behandelnden Neurologen in ihren Behandlungsweg mit einbinden
● und eine gründliche Anamnese, Diagnostik, Behandlungsdokumentation sowie Verlaufs- und Nachkontrolle stattfindet

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ABSENDERANGABEN DES TRÄGERVEREINES:

Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

Trägerverein von:
Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung, SCHNECKENHAUS + Patienten-Info-Center unter www.parkinsonweb.com

Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband Hessen

Unser Trägerverein ist als gemeinnützig anerkannt, so dass Spenden und Beiträge steuerlich absetzbar sind
Spendenkonto des Trägervereines: 89 263 107 – Volksbank Mittelhessen eG - BLZ: 513 900 00
IBAN: DE03 5139 0000 0089 2631 07 SWIFT-BIC: VBMHDE5FXXX