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Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

VERANSTALTUNGRN | Veranstaltungen 2011| Infovortrag zum Welt-Parkinson-Tag

Anlässlich des Welt-Parkinson-Tages hält der Sportwissenschaftler Herr Prof. Dr. phil. Christian T. Haas, von der Hochschule Fresenius in Idstein im

Wiesbadener Kurhaus, im Fjodor Dostojewski Saal am Montag, den 11. April 2011 um 17.00 Uhr den Vortrag:

Bewegung, Training und Sport bei Parkinson

Zu der kostenfreien Veranstaltung sind Betroffene, Angehörige und Interessierte, die sich mit dem Thema Parkinson beschäftigen, herzlich eingeladen.

Prof. Haas wird von neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen berichten, die belegen, dass durch spezifisches Kraft-, Ausdauer- und Koordinationstraining motorische Einschränkungen bei Parkinsonkranken und anderen neurologisch erkrankten Menschen erheblich reduziert werden können. Anschließend besteht die Möglichkeit der Diskussion und Fragen rund um das Thema Morbus Parkinson.

Der Text der offiziellen Presseerklärung für die Veranstaltung am Welt-Parkinson-Tag am 11. April 2011 im Wiesbadener Kurhaus kann hier abgerufen werden: weltparkinsontagvortraghaas.pdf [106 KB]




Bericht zum Welt - Parkinson - Tag am 11.04.2011
Bewegung, Training und Sport bei Morbus Parkinson“

Professor Dr. Christian T. Haas spricht um 17:00 Uhr im Wiesbadener Kurhaus -
eine Veranstaltung für Betroffene, Angehörige und Interessierte

Der seit 1997 jährlich am 11. April stattfindende, von der European Parkinson`s
Disease Association ins Leben gerufene, Welt-Parkinson-Tag, steht traditionell unter
dem Motto „Hinsehen – Handeln – Helfen“. Hierfür Verantwortung übernehmend
luden die Hochschule Fresenius Idstein, die Bundesarbeitsgemeinschaft für
Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. sowie die Hilde-Ulrichs-Stiftung für
Parkinsonforschung anlässlich des diesjährigen Welt-Parkinson-Tages am
11.04.2011 um 17 Uhr gemeinsam in den Fjodor-Dostojewski Saal des Kurhauses in
Wiesbaden ein.
Prof. Dr. Christian T. Haas, Forschungskoordinator im Fachbereich Gesundheit der
Hochschule Fresenius Idstein, referierte im Rahmen der ca. dreistündigen
kostenfreien Veranstaltung, die sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte
richtete, über „Bewegung, Training und Sport bei Morbus Parkinson – Möglichkeiten
und Grenzen.
Den Sportwissenschaftler zeichnet seine langjährige Erfahrung im
Bereich Entwicklung und Erprobung geeigneter trainingstherapeutischer Maßnahmen
bei neurodegenerativen Krankheitsbildern, zu denen sowohl Morbus Parkinson als
auch Multiple Sklerose gehören, aus.
Morbus Parkinson ist ein neurodegeneratives Krankheitsbild, von dem allein in
Deutschland über 250.000 Menschen, insbesondere ältere Personen, betroffen sind.
Zu den wesentlichen Symptomen der Erkrankung zählen Einschränkungen in der
Motorik wie Zittern (Tremor), Steifigkeit (Rigor) sowie Gang- und
Gleichgewichtsstörungen. Die klassische therapeutische Behandlung besteht in einer
medikamentösen Versorgung mit Dopamin-ähnlichen Substanzen. Christian T. Haas
konnte in seinem Vortrag anhand eigener und internationaler Forschungsarbeiten
aufzeigen, dass spezifische trainingstherapeutische Maßnahmen ebenfalls gute
Effekte, hinsichtlich einer zum Teil erheblichen Reduktion der motorischen
Einschränkungen, zeigen.


Abbildung 1: Prof. Dr. Christian T. Haas über Bewegung, Training und Sport bei Morbus
Parkinson im Kurhaus in Wiesbaden.
Aktuell werden eine Vielzahl verschiedener trainingstherapeutischer Maßnahmen in
der Parkinsontherapie angeboten (z.B. Vojta, Bobath, Pilates Yoga, Koordinations-,
Kraft- und Ausdauertraining), deren Trainingsinhalte oftmals ohne Struktur nach dem
Mythos „viel hilft viel“ kombiniert werden. Auf der anderen Seite zeigen zahlreiche
Patienten eine völlige Trainingsabstinenz, die aus der verbreiteten Annahme
resultiert, man müsse sich seine Energie aufsparen.
Die Hochschule Fresenius hat es sich gemeinsam mit der
Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. zur
Aufgabe gemacht, spezielle Schulungsmaßnahmen zu entwickeln und zu erproben,
die eine solche beliebige Kombination verschiedener Therapiemaßnahmen
verhindern. Das Ziel besteht in der Entwicklung einer Selbstkompetenz des Patienten
im Alltag und beim Training, so dass dieser lernt die notwendigen
trainingstherapeutischen Maßnahmen eigenständig zu modulieren und sich über zu
Verfügung stehende Bewältigungsstrategien und deren situationsabhängige
Anwendung bewusst wird.
Im Zuge einer Forschungs-Kooperation mit der Hochschule Fresenius, hat die BAG
ihr Betätigungsfeld auch auf die Bewegungsförderung bei (zunächst
neurodegenerativ-) erkrankten Personen ausgeweitet. Die
Bundesarbeitsgemeinschaft für Haltungs- und Bewegungsförderung e.V. ist ein
gemeinnützig anerkannter Verein, der 1961 von Lehrkräften, Ärzten und Eltern
gegründet worden ist. Das traditionelle Ziel der BAG, die der direkten Förderung des
Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterliegt, besteht in
einer kontinuierlichen Aufklärungsarbeit, in Form flächendeckender Fortbildungen
und Schulungen von Multiplikatoren wie Eltern, Erziehern und Lehrern. Grundlage
der bisherigen Öffentlichkeitsarbeit sind Bewegungs- und Gesundheitskonzepte, die
dazu beitragen, dass sich körperliche, kognitive, emotionale und soziale Ressourcen
der Kinder optimal entfalten können.
Die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung wurde 11.04.1997, Datum des
ersten Welt-Parkinson-Tages, von Hermann Terweiden, der selber an Morbus
Parkinson erkrankt ist, in Florstadt-Staden gegründet. Die Aufgaben der Stiftung
fokussieren sich auf eine möglichst unabhängige Unterstützung der Entwicklung
alternativer Heilmethoden und Heilmittel sowie der Förderung potentieller
Forschungsaktivitäten. In diesem Zusammenhang wird der Wissenschaftler Prof. Dr.
Christian T. Haas im Mai 2011 von der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
ausgezeichnet.

Abbildung 2: Hermann Terweiden begrüßt Betroffene, Angehörige und Interessierte zu der
Veranstaltung.
Herrmann Terweiden betont, dass ihn der Vortrag von Herrn Prof. Christian T. Haas
sehr hoffnungsvoll gestimmt habe. Dies wird auch von anderen Patienten bestätigt.
Haas habe mit vielen eigenen und Untersuchungsergebnissen anderer hochkarätiger
Wissenschaftler eindrucksvoll belegt, dass mit spezifischen Kraft-, Ausdauer und
Koordinationstrainingsmaßnahmen die für Parkinson charakteristischen motorischen
Einschränkungen erheblich reduziert werden können. Mit der Vergabe des mit
10.000 € dotierten Forschungspreises 2011 an Herrn Prof. Christian T. Haas möchte
die Hilde-Ulrichs-Stiftung den Anstoß geben, dass dieses umfangreiche
sportwissenschaftliche „know how“ weiter optimiert und umgesetzt wird, in
praktikable Trainingskonzepte für neurologisch erkrankte Personen, insbesondere für
Parkinsonpatienten. Das Ziel bestehe darin, dass sowohl neue Trainingskonzepte als
auch die spezielle medikamentöse Versorgung als anerkannte und abrechenbare
Behandlungswege in dem Gesundheitssystem aufgenommen werden.
Wir bedanken uns bei den Hessischen Staatsweingütern Kloster Eberbach und dem
Eibinger Backhaus Dries für die freundliche Unterstützung der Veranstaltung.
Weiterführender Literaturhinweis:
Haas CT, Gröben B, Schwed M, Kersten S, Lohs M. (2010). Neurorehabilitation -
eine multivariate Betrachtung
. Zwischen biochemischen Reaktionen, psychosozialen
Architekturen und Verhaltensmodulation.
Internationale Zeitschrift für Philosophie
und Psychosomatik 2:1-18.
Wiesbaden, den 03.05.2011
Miriam Vanessa Lohs





Absenderangaben der Hilde-Ulrichs-Stiftung:

Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung
Entenfang 7, D-61197 Florstadt-Staden
Telefon: 06035/970306, FAX: 06035/970307
Internet: www.parkinsonweb.com
e-mail: parkinsonweb@t-online.de

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