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Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V. | Vereins-Info |SCHNECKENPOST Nr. 2
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Aktivitäten von „Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.“ …
58. Buchmesse in Frankfurt Erstmals waren wir auf diesem jährlichen Großereignis mit weit über 7.000 Ausstellern und rd. 300.000 Besuchern mit einem eigenen kleinen Infostand. Dies war möglich, da Susanne Schäfer die Idee hatte und zum 5-tägigen „Dauer“-Standdienst bereit war. Die Veranstalter ermöglichten nach längerem Schriftwechsel kurzfristig, dafür aber kostenlos eine Teilnahme. Nachteilig war, dass in die Ausstellungszeit der Termin für unsere eigene Stiftungsfeier in Florstadt fiel, wir erst kurzfristig informieren konn-ten und mit den organisatorischen Abläufen der Messe noch nicht vertraut waren (Auf- und Abbaubedingungen, vor-gegebene Standausstattung, Parkmöglichkeit usw.). Auch mit den „fabrikähnlichen“ Ständen und dem „palettenweisen“ Informationsangebot der großen Verlage konnten wir mit unseren 4 Qua-dratmetern Standfläche nicht mithalten. Während die Promi-Autoren den kostenlosen Shuttleservice mit Luxuslimousinen nutzten, pendelte unsere Autorin Susanne Schäfer täglich schwer bepackt mit der Bahn von Bad Kreuznach zum Messestand. Auf eigens angefertigten gelben Hinweiszetteln mit unserem Schneckensymbol, die wir täglich neu auf dem riesigen Messegelände verteilten, zogen wir mit unseren geringen Möglichkeiten trotzdem „glänzende Spuren“! Wir warben darauf, in Halle 3.1 zum Stand K139 zu kommen und sich über Kinder- und Sachbücher parkinsonkranker und sich für Parkinsonkranke einsetzende Autoren zu informieren. Neben unserem Vers- und Malbuch für Kinder „Wie die Schnecken zu ihrem Haus kamen“ standen die Bücher von Susanne Schäfer über Autismus, Narkolepsie und Parkinson sowie vor allem ihre Neuerscheinung „Mittler zwischen Hirn und Händen“ im Mittel-punkt des Interesses. Darüber hinaus gab es viel Informationsbedarf über die Krankheit Parkinson von Messebesu-chern aus dem In- und Ausland. Weitere Infos: www.parkinsonweb.com
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1. Johrei-Parkinson-Dialog Am 2. September 2006 nahmen wir mit Info-Stand im Johrei-Center in Frankfurt an einer Veranstaltung teil, die speziell auf Parkinsonkranke ausgerichtet war und u.a. von der Selbsthilfegruppe Frankfurt der Deutschen Parkinson Vereinigung und unserem Verein organisiert war. Bei der gutbesuchten Veranstaltung wurde in Fachvorträgen über Parkinson und Johrei informiert. Die nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeit Johrei aus Japan konnte zusätzlich praktisch erprobt werden. Bei einer Johrei-Sitzung bündelt und überträgt der Behandler be-rührungsfrei durch Konzentration Energie auf einen anderen Menschen. Dies führt kurzfristig bei den Menschen die auf Johrei ansprechen neben einem Gefühl der Wärme zu einer wohltuenden Entspannung und Leistungssteigerung. Bei regelmäßiger Anwendung werden mittel- und langfristig Selbstheilungs-kräfte aktiviert, die auch chronische Leiden günstig beeinflussen können. Die Methode, die auch von Patient und Angehörigem erlernt werden kann, ist nicht nur für Menschen, die unter Streß, Verspannungen und/oder Schmerzen lei-den geeignet, sondern auch für neuro-logische Erkrankungen wie Parkinson! Neben den wichtigsten europäischen Johrei-Therapeuten, war auch Tetsuo Watanabe aus Japan anwesend, der über besondere energetische Kräfte verfügt und sozusagen das Oberhaupt der mittlerweile rd. eine Million Johrei-Anwender weltweit ist. Weitere Infos: Tel. 069 / 38 99 69 23 oder www.johrei.de |
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Regionaltreffen Am 1. Mittwoch im Monat treffen sich ab 15.00 Uhr Parkinsonkranke und Angehörige der Region Wetterau im SCHNECKEN-HAUS zum Erfahrungsaustausch und zur Information. |
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Aktivitäten der „Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung“ …
Neueste Erkenntnisse aus der Parkinsonforschung beim Stiftungsfest Am 7. Oktober richtete unser Trägerverein “Parkinson-Selbsthilfe Schneckenhaus e.V.“ im Bürgerhaus in Florstadt-Staden die 5. Preisverleihungsfeier unserer „Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung“ aus. Über 90 Betroffene und Angehörige kamen zu der Veranstaltung. Von der Forschungspreisträgerin 2006 Frau Dr. med. Dr. phil. Kelly Del Tredici von der Uni in Frankfurt mit zum Teil noch unveröffentlichten Forschungsergebnissen, der Ehrenpreisträgerin 2006 Uschi Krause, aus Rotenburg (Wümme), Vorsitzende vom Internetverein Parkins-on-line e.V (PAoL), dem PAoL-Chor junger Parkinsonkranker und Peter Hornung aus Münsingen mit seiner nicht-medikamentösen HORA®-Methode gehen viele neue Impulse aus.
Forschungspreis 2006 Michael Kelly, der Vorsitzende des Stiftungsbeirates hob in seiner Laudatio für Frau Dr. Dr. Del Tredici aus dem Frankfurter Forschungsteam um Prof. Dr. Heiko Braak hervor, dass die Ergebnisse der Forschungsarbeit zu bahnbrechenden Erkenntnissen über Entstehung und Verlauf der Parkinsonerkrankung führen sollten! Durch sie werden nicht nur schulmedizinische Lehrmeinungen „auf den Kopf“ gestellt. Sie sind auch wichtige Grundlagen für zukünftige bessere Diagnose- und Behandlungsverfahren! |
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Nachfolgend einige wichtige Kernaussagen aus der Preisrede von Frau Dr. Dr. Del Tredici. Sie beruhen auf Gewebeuntersuchungen einer großen Zahl ver-storbener Parkinsonpatienten und müs-sen zum Teil noch durch weitere Forschungsarbeiten abgesichert werden. Diese haben wir mit eigenen Kommen-taren bzw. Forderungen/Fragen ergänzt:
● Morbus Parkinson ist eine Erkrankung des menschlichen Nervensystems und befällt keine anderen Organe oder Ge-webe! Die Entwicklung neuer Parkinsonmedikamente basiert häufig auf Tierversu-chen. Ist dies bei einer menschenspe-zifischen Krankheit dann überhaupt ein zulässiges Prüfkriterium ?
● Die Vorstellung, die Parkinsonkrankheit sei im wesentlichen eine Erkrankung der dopaminbildenden Nervenzellen der Substantia nigra (erbsengroßes schwarzes Zellgewebe) im Mittelhirn, ist nur in Teilaspekten richtig und in ihrer Schlichtheit völlig überholt! Neben den durch Dopaminmangel hervorgerufenen Störungen der Beweglichkeit (Motorik) ergeben sich im Verlauf einer Parkinson Krankheit eine Reihe weiterer motorischer und nichtmotorischer Störungen, die nicht auf einen Dopaminmangel zurückgeführt werden können.
Wenn die Parkinson Krankheit keine isolierte Erkrankung des dopaminergen Systems ist, reicht dann die bisher gehandhabte künstliche Zufuhr von L-Dopa zur Behebung des Dopaminmangels aus ?
● Zum Nervensystem des Menschen gehören neben dem zentralen Nervensystem (ZNS) mit Rückenmark und Gehirn auch noch das periphere Nervensystem mit zahlreichen Nervenzellansammlungen (außerhalb des ZNS!) und das enterische Nervensystem, das in den Wänden des Magen-Darmkanals untergebracht ist und die Funktionen dieses Organsystems steuert. Parkinson wird nun durch einen neuro-pathologischen Prozess (krankhafte Veränderung der Nerven) verursacht, der bestimmte Teile des enterischen, des peripheren und des zentralen Nervensystems des Menschen zerstört.
Wenn der krankmachende Prozeß auch außerhalb des ZNS stattfindet, müsste eine Behandlung doch viel einfacher sein, da die natürliche Sperre der Blut-Hirnschranke wegfällt !
● Nach unserer Auffassung beginnt be-reits mit dem Entstehen der allerersten Parkinsontypischen Veränderungen in womöglich nur einer einzigen Nervenzelle ein dann stetig voranschreitender Prozess der Zerstörung, der zum kli-nischen (sichtbaren) Vollbild der Erkran-kung führt. Das Krankheitsgeschehen wird geprägt von der Bildung von charakteristischen Einschlusskörpern in den Nervenzellen, die nach dem Entdecker Lewy-Körper und Lewy-Neuriten genannt werden. Sie bestehen zum größten Teil aus einem falsch gefalteten Protein, dem alpha-Synuklein und entstehen nie spontan oder womöglich als Folge einer natürlichen Alterung von Nervenzellen. Der Schweregrad der pathologischen (krankhaften) Veränderungen nimmt dabei im Verlauf der Erkrankung langsam aber kontinuierlich zu. Spontane Ausheilungen oder Remissionen (Rückbildungen) sind jedenfalls bisher bei Morbus Parkinson unbekannt.
Auch wenn eine „Wiedergenesung“ wissenschaftlich zu Lebzeiten schwer zu beweisen ist, sind uns einige wenige Mitpatienten bekannt, die nach Parkinsondiagnose einen eigenen Weg gefunden haben, ohne spezielle Parkinsonmedikamente auszukommen und auch ihre Krankheitssymptome weitestgehend zu „heilen“! Wie wir bei uns selbst und anderen Mitbetroffenen immer wieder feststellen, ist es abgesehen von dem natürlichen Alterungsprozeß nicht so, dass wir von „Tag zu Tag“ gehandikapter/kränker werden! Erfreut erleben wir immer wieder, dass selbst Mitbetroffene in fortgeschrittenen Krankheitsstadien wieder über längere Zeiträume und unabhängig von Medikamentenumstellungen viel besser drauf sind!
● Wie bei vielen anderen chronischen Krankheiten auch, schwelt Morbus Parkinson bereits über viele Jahre unbemerkt im Nervensystem. Größere krank-hafte Veränderungen (Symptome) wer-den erst in einem relativ späten Krankheitsstadium vom Arzt/Patient festge-stellt. Nach einer 2003 von unserer Forschungsgruppe ausgearbeiteten Stadieneinteilung beginnt der Krankheitsprozess an vorbestimmten Orten und breitet sich von dort in einer konstanten und vorhersagbaren Weise weiter aus. Leider ist der Ort der allerfrühesten Veränderungen innerhalb des gesamten Nervensystems bis heute immer noch unbekannt. Tatsächlich gehen wir zur Zeit von der Vorstellung aus, dass die allerersten Parkinson-Veränderungen im enterischen Nervensystem entstehen und halten die Nervenzellansammlungen in der Magenwand für den wahrscheinlichsten Ort, von dem der Krankheitsprozess seinen Ausgang nimmt. Der Krankheitsprozeß breitet sich von dort aus langsam über den Nervus vagus und den unteren Hirnstamm aus. Steigt dann in Teilbereiche des Zwischen- und Mittelhirns auf und findet sein Ende in der Hirnrinde. Die Nervenzellen des Magens befinden sich über der inneren Ober-fläche des Körpers in enger Nachbarschaft zur Außenwelt! So könnte ein von außerhalb unseres Körpers stammender neurotroper, das heisst: auf Nervenzellen gerichteter, pathogener (krankmachender) Faktor den Morbus Parkinson auslösen (z.B. Viren, andere krankheitsauslösende Faktoren wie Prionen). Wir arbeiten daran, den vermuteten pathogenen Faktor, der den Krankheits-prozess auslöst, zu finden.
Unsere Forschungspreisträgerin 2002 Susanne Schäfer hat sich u.a. sehr intensiv um „vergessene“ wissenschaft-liche Erkenntnisse bezüglich der um die 20er Jahre grasierenden Grippepandemie mit rd. 20 Millionen Opfern und in Folge vielen Encephalitis lethargica Fäl-len mit in den Folgejahren ausgeprägten parkinsonähnlichen Symptomen bemüht. Als Auslöser dieser längst vergessenen Katastrophe werden ebenfalls Viren vermutet!
● Neueste Befunde, die wir bisher noch nicht veröffentlicht haben, zeigen, dass unmittelbar nach Befall des Kerngebietes des Nervus vagus im unteren Hirnstamm auch bereits erste Schäden im periphe-ren Nervensystem (außerhalb des Gehirns) und im Rückenmark vorkommen. Überraschend war für uns, dass im somato-sensorischen System (Körper-fühlbahn, zuständig für Temeperatur- und Schmerzempfindung), ebenfalls frühe Störungen auftreten. Daher vermuten wir, dass in sehr frühen Phasen der Erkrankung bereits erste Störungen des autonomen Systems und der Schmerzbahn auftreten. Wir sind davon überzeugt, dass Verbesserungen in der Frühdiagnose erst möglich werden, wenn man sich etwas näher mit den zahl-reichen, bisher vernachlässigten nicht-motorischen Symptomen beschäftigt. Als Patienten sollten wir die Forderung der Grundlagenforscher „nach verbesserter Frühdiagnostik - einschließlich bildgebender Verfahren und biologischer Marker“ - unterstützen. Dann kann die Erkrankung bereits zu einem Zeitpunkt erkannt werden, an dem der untere Hirnstamm, die Substantia nigra und die Hirn-rinde noch gar nicht geschädigt sind und sich Störungen der Motorik noch gar nicht entwickelt haben! Mit der Vergabe des mit 5.000 € dotierten Forschungs-preises 2006 (finanziert u.a. aus Spen-den z.B. von Geburtstagen und Todesfällen sowie Förderbeiträgen an die Stiftung) an Frau Dr. Dr. Kelly Del Tredici haben wir dazu einen ersten konkreten Beitrag geleistet.
Ehrenpreis 2006 Wolfgang Bornemann vom Stiftungsbeirat leitete die Vorstellung von Uschi Krause mit einem bezeichnen-den Gedicht ein: „Das sind die Starken, die über die eigenen Sorgen lachen und die Herzen der Andernglücklich machen“. |
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Die ausgebildete Heilpädagogin, ist seit rd. 15 Jahren an Parkinson erkrankt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig Aufklärung und Information über die chronische Krankheit für Betroffene und Angehörige ist. Deshalb war sie auch sofort bereit, den Vorsitz der über das Internet organisierten Selbsthilfegruppe PAoL im Juni 2004 zu übernehmen, nachdem aus Krankheitsgründen dieser Posten vakant wurde. Seitdem leitet sie den eingetragenen Verein, der im De-zember 2001 im SCHNECKENHAUS gegründet wurde. 250 Mitglieder und noch mal so viele im Chat (Elektronische Unterhaltungsmöglichkeit von Personen im Internet) gilt es zu betreuen, zu beraten und zu trösten … und das rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr! Neben einem Sorgentelefon haben die deutschsprachigen Teilnehmer aus ganz Europa und sogar aus Chile jederzeit die Möglichkeit, über die Internetadresse: www.parkins-on-line.de tagesaktuell Informationen rund um das Thema Parkinson einzuholen oder mitei-nander in Kontakt zu treten. Im Diskussionsforum wurden schon über 5.000 Themen veröffentlicht und in über 30.000 Beträge diskutiert und kommentiert! Im Laufe der Jahre sind über das Internet viele persönliche Kontakte und Freund-/Partnerschaften entstanden. Gefördert wird das persönliche Miteinander zu-sätzlich durch das jährliche mehrtägige Treffen zur Mitgliederversammlung und sog. Frühstückstreffen an wechselnden Orten immer wieder von anderen orga-nisiert. Schließlich ist aus den PAoL-Aktivitäten auch eine Wanderausstellung und ein Patientenchor entstanden. Parkinsonkranke haben so die Möglichkeit ihre Bil-der, Gedichte und andere kreative Er-zeugnisse an öffentlichen Orten (Friseu-salon, Rathaus, Museum usw.) in Deutschland zu präsentieren oder mit schönem Gesang sich und andere zu erfreuen. Unter großem Beifall – auch vieler PAoL-Mitglieder – wurde Uschi Krause für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement als Vorsitzende des sehr aktiven Internet-Vereins PAoL mit dem Ehrenpreis 2006 ausgezeichnet. Auch wenn dieser Preis undotiert ist, wurde Uschi Krause mit Urkunde, Blumenstrauß und einer Reihe von Gastgeschenken, zumindest ideell reich „belohnt“.
HORA®-Methode Mit interessanten wissenschaftlichen Details und vielen Volksweisheiten über die positiven Auswirkungen von Bewegung stellte Peter Hornung die HORA®-Methode vor. Diese speziell auf die Krankheit Parkinson abgestimmte nicht-medikamentöse Behandlungsmöglichkeit, basiert nicht nur auf Kraft- und Koordinationstraining. Sie umfasst eine Vielzahl weiterer Elemente und Übungen (wie z.B. Atmung, Ernährung, positives Fühlen, Koordination, Gleichgewicht). Schon 1.400 Parkinsonkranke aus dem In- und Ausland haben die HORA®-Methode in der HORA®-Akademie in Münsingen kennengelernt. Zum Teil wurden beachtliche Verbesserungen erzielt. |
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Dabei ist es Peter Hornung ganz wichtig darauf hinzuweisen, daß die Methode auch ohne teure Geräte anwendbar ist. Wichtig ist nur, daß der Patient sein erlerntes, auf ihn maßgeschneidertes Übungsprogramm zu Hause regelmäßig fortsetzt ... denn „wer rastet“ ... „der rostet“ bekanntlich! Weitere Informatio-nen: Telefon: 07381-1257, Fax: ..-931850 Internet: www.hora-akademie.de
Feierlicher Rahmen An dieser Stelle möchten sich die Schneckenhäusler Hermann Terweiden & Heide Cuntz sowie die weiteren Mitglieder des Stiftungsbeirates bei allen bedanken, die zum Gelingen der 5. Preisverleihungs-feier beigetragen haben: den Parkinsonkranken und Angehörigen der Region sowie der Haushaltshilfe Frau Claudia Weber für ihre tatkräftige Mithilfe, Heidi Schwendemann aus Staden für die wunderschöne Herbstdekoration, dem Florstädter Bürgermeister Herbert Unger (SPD) und der Ehrenpreisträgerin von 2004 Gisela Steinert für ihre Grußworte, dem PAoL-Chor für den musikalischen Ohrenschmaus und den vielen zum Teil von weit her angereisten Gästen, die für die Preisvergabe der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung so viel Interesse zeigten. Dank auch all’ denen, die Trägerverein und Stiftung in 2006 finanziell unterstützt haben! Weitere Bild- und Text-Informationen der Veranstaltung: www.parkinsonweb.com |
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Buntgemischtes …
Proben-Wochenende im Schneckenhaus Der PAoL-Chor „PAoL and friends“ hatte die Ehre, bei der 5. Preisverlei-hungsfeier der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung auftreten zu dürfen.Da die Mitglieder des Chores zu Proben und Auftritten aus allen Teilen Deutschlands anreisen, wurde im Vorfeld der Preisverleihung eine Unterkunfts- und Probenmöglichkeit gesucht. Was bot sich da besser an als das Schneckenhaus, diese Begegnung-, Be-ratungs-, Informations- und Wohnstätte von Parkinsonkranken für Parkinson-kranke.Mit zwei meiner Chor-Kolleginnen war ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bis beinahe vor die Haustüre gebracht worden. Florstadt-Staden hört sich ein bisschen nach tiefstem Hinterland an, ist aber offensichtlich relativ gut angebunden an den ÖPNV. Ich war gespannt auf dieses Projekt von Schnecke (Hermann Terweiden) und Heide Cuntz), beide selbst von Parkinson betroffen. Dann konnte ich das Schneckenhaus das 1. Mal bewundern: eine freundliche Fassade, aus einer alten Substanz neu zum Leben erweckt, gut eingebunden in die Nachbarschaft und konsequent behindertengerecht gestaltet und ausgebaut. Innen fuhren wir mit unseren großen Kof-fern und müden Beinen selbstverständ-lich mit dem Fahrstuhl in den 2. Stock, um unser gemeinsames Zimmer zu beziehen. Das Zimmer war eine wunderbare Überraschung: hell, freundlich und großzügig gestaltet, ein kleines Apartment mit leicht abgeteiltem Schlafbereich, Kochecke, großem Bad und einem Wohn- und Essbereich, sowie einem kleinen Balkon, ein Apartment also, in dem ich mir gut vorstellen könnte, sehr angenehm auch für längere Zeit wohnen zu bleiben. Auch hier war immer an Behinderungen verschiedenster Art gedacht worden; Klingeln zum Hilferufen, ebenerdiger Zutritt zur Dusche, verstellbare Wasch-beckenhöhe, Haltegriffe, wo nötig, diese Wohnung war durchdacht aufgebaut worden. Wer Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht hat, wem ab und zu die Kräfte zum langsamen Hinsetzen und wieder aufstehen, z. B. auf der Toilette fehlen, der wird verstehen, warum ein Haltegriff direkt neben der Toilette so enthusiastisch begutachtet wurde wie von uns dreien.Unser kleiner Chor war bald nach unsrer Ankunft komplett und bereit, die große Küche des Hauses auszuprobieren, die Gastfreundschaft von Schnecke und Heide zu testen und uns zuerst einmal zu einem ausgiebigen Abendessen um den riesigen einladenden Tisch des Hauses zu versammeln. |
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Auch einen großen Versammlungsraum gab es, indem wir alle Tage (und Nächte) durch ungestört unsere Probentätigkeit ausüben, aber auch Freizeit gemeinsam planen und genießen konnten. Viele PAoL-Mitglieder wollen auch auf Reisen nicht auf das Internet verzichten und sind bestens ausgerüstet mit Laptops (tragbarer PC), Headsets (Kopfhö-rer), manche sogar mit Druckern. Diese wurden immer wieder hervorgeholt, um gemeinsam Fotos zu betrachten, Informationen zu suchen, Grüße im Forum der Selbsthilfegruppe im Internet loszuwerden oder im vereinseigenen chat-room ein bisschen quatschen zu gehen. Die Anschlüsse an das Internet sind im Schneckenhaus kein Problem. Andere probierten den Zeptor aus, der im Schneckenhaus steht, sehr gute Langzeitwirkungen auf Parkis und ihre Probleme im Gleichgewicht und mit dem Tremor haben soll und jedem und jeder Erkrankten zur Verfügung gestellt wird. Faszinierend auch die anderen Gerätschaften des Schneckenhauses, im obersten Stockwerk in einem extra Zim-mer untergebracht; so sollte jeder einmal erlebt haben, wie entspannend eine Runde auf dem Monokord sein kann, wenn die Schwingungen der unten angebrachten Saiten im ganzen Körper zu spüren sind. Oder wie gut sich der Rücken anfühlt, wenn mensch eine Runde im Massagesessel oder zur Entlastung der Bandscheiben hängend im Kippgerät verbracht hat. Singen, Freizeit, gemeinsam oder alleine in unseren Zimmern, gemeinsam kochen und essen, reden, reden, reden, dazwischen der aufregende Tag der Preisver-leihung. 3 Tage vergingen wie im Flug. Nicht nur der festliche Tag und die feierliche Preisverleihung begeisterte, auch der Hintergrund, die Unterbringung in diesem einmaligen Wohnprojekt stimmte. Wir planen schon den nächsten Probentermin im Schneckenhaus; oder vielleicht einen Workshop zu einem anderen parkisonrelevanten Thema? Warum nicht? Das Haus bietet mindestens für 4 Gäste in 3 Apartements normale Betten und weiteren Platz für zumindest provisorische Schlafplätze für 2-3 Personen. Darüberhinaus gibt es weitere Übernachtungsmöglichkeiten in unmittelbarer Nähe des Hauses. Das Schneckenhaus bietet also noch wesentlich mehr Menschen (20-25 Personen) Raum zur Nutzung als Tagungsstätte, Kochen in eigener Regie, ausgiebig, gemeinschaftlich und lustvoll ist kein Problem. Eine Einrichtung also, die inspirierenden Zusammenkünften von Menschen mit Behinderung, übrigens auch Menschen ohne Behinderung, einen guten Boden bereitet. Bericht von Petra Scheurig (watsi) |
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